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BRS-Zahlen im Jahresvergleich: Bayern überzeugt mit Qualität und Stabilität

Die aktuellen Auswertungen des Bundesverbands Rind und Schwein e.V. (BRS) für das Milchkontrolljahr 2024/2025 (01.10.2024–30.09.2025) zeigen bundesweit positive Entwicklungen bei Eutergesundheit und Milchleistung. Im direkten Vergleich zum Vorjahr wird jedoch besonders deutlich: Bayern nimmt erneut eine Sonderstellung ein – vor allem bei Inhaltsstoffen, Gesundheitsniveau und Bestandsstabilität.

Eutergesundheit: Bayern auf konstant hohem Niveau – bundesweit verbessert
Bundesweit sank der mittlere Zellgehalt von 233.000 Zellen/ml im Vorjahr auf 231.000 Zellen/ml. Auch in Bayern spiegelt sich diese positive Entwicklung wider. Der hohe Anteil gesunder Euter bleibt ein zentrales Merkmal der bayerischen Milchviehhaltung.

Wie bereits im Vorjahr wiesen auch 2024/2025 rund drei Viertel der bayerischen Kühe Zellzahlen unter 200.000 Zellen/ml auf. Damit bestätigt Bayern erneut sein stabiles, hohes Gesundheitsniveau und liegt weiterhin auf Augenhöhe mit den besten Regionen Deutschlands. Die konsequente Umsetzung von Herdenmanagement- und Präventionsmaßnahmen zahlt sich sichtbar aus.

Milchleistung: Moderate Steigerung – Qualität weiterhin klarer Schwerpunkt
Die durchschnittliche Milchleistung in Bayern stieg von 8.597 kg (2023/2024) auf 8.628 kg Milch je Kuh und Jahr im aktuellen Kontrolljahr. Damit liegt der Leistungszuwachs zwar unter dem Bundesdurchschnitt, zeigt aber eine kontinuierliche, stabile Entwicklung.

Deutlich hervorzuheben ist erneut die überdurchschnittliche Milchqualität:

  • Fettgehalt: Anstieg von 4,17 % auf 4,18 %
  • Eiweißgehalt: Steigerung von 3,53 % auf 3,55 %

Damit erzielt Bayern im Bundesvergleich erneut die höchsten Fett- und Eiweißgehalte. Während andere Regionen ihre Leistungssteigerungen primär über Mengen erzielen, bleibt Bayern klar auf Qualitätsmilch mit hoher Wertschöpfung fokussiert.

Direkter Vergleich: Bayern versus auffälligstes Leistungsland
Im bundesweiten Vergleich fällt insbesondere Sachsen durch die höchste mittlere Milchleistung auf (10.909 kg). Bayern geht hier bewusst einen anderen Weg: geringere Leistung je Kuh, dafür höhere Inhaltsstoffe, robuste Herden und stabile Gesundheitskennzahlen. Diese Strategie bewährt sich langfristig – insbesondere unter wirtschaftlich und klimatisch herausfordernden Bedingungen.

Kuhzahlen: Bayern zeigt sich deutlich stabiler als viele andere Regionen
Ein besonders positives Signal liefert der Blick auf die Bestandsentwicklung. Während im Milchkontrolljahr 2023/2024 die Kuhzahlen bundesweit noch um 3,3 % zurückgingen, lag der Rückgang 2024/2025 insgesamt nur noch bei 0,3 %.

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