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EU-Drittlandexport August 2025

Die europäischen Ausfuhren an Milcherzeugnissen hatten im August größtenteils eine schwächere Entwicklung eingenommen. Einzig die Lieferungen von Butter/-öl und Molkenpulver in Drittländer konnten ein verbessertes Absatzniveau einnehmen als im gleichen Monat des Vorjahres. Anhaltende Schwierigkeiten bereitete der Handel mit Vollmilchpulver. Die Lieferungen an Käse erhielten erstmals im Jahresverlauf einen sehr deutlichen Nachfrageeinbruch. Blickt man auf die Entwicklung des Wechselkurses, hat sich der Euro seit Jahresbeginn um fast 12 % gegenüber dem US-Dollar verteuert. 

Weniger Käse im August exportiert
Der Rückstand bei der Vermarktung von Vollmilchpulver hat sich in den ersten acht Monaten zum Vorjahresvergleich nochmals weiter aufgebaut. Die Lieferungen im August unterschritten das Vorjahresergebnis um gut 30 %. Auf bisheriger Jahressicht errechnet sich ein Minus von 24 %. Wichtige Abnehmer aus China, dem Oman und Saudi-Arabien hatten weniger Vollmilchpulver nachgefragt. Unter einem Nachfragerückgang hat im August auch der Export von Magermilchpulver gelitten. In der Kumulation der ersten acht Monate konnten sich die Lieferungen um rund 3 % zum Vorjahreszeitraum behaupten. Ein höheres Kaufinteresse aus Indonesien, Saudi-Arabien und Malaysia konnten die spürbare Kaufzurückhaltung aus Algerien mehr als ausgleichen.
Der Absatz mit Käse, bei dem die EU-27 zum größten Exporteur im Welthandel zählt, verbuchte im August den deutlichsten Rückgang im bisherigen Jahresverlauf. Das Ergebnis aus dem Vorjahresmonat wurde um gut 9 % unterschritten. Der zuletzt noch vorherrschende Vorsprung schrumpfte auf Jahressicht, sodass sich die Liefermenge nahezu dem Vorjahr anglich. Die Käseexporte liegen bereits das dritte Jahr in Folge auf sehr hohem Niveau. Das Vereinigte Königreich als Hauptabnehmer steigerte die Einfuhrmenge, während die USA, Japan und Südkorea weniger Käse importierten. 
Erstmals seit April konnten die Exporte an Molkenpulver einen höheren Absatz verzeichnen. Die Lieferungen im August erhöhten sich um gut 14 %. Auf die ersten acht Monate hielt der Rückstand von rund 1 % weiterhin an. Eine höhere Nachfrage als noch vor einem Jahr entwickelte sich bei den Drittlandexporten mit Butter und Butteröl. Das Handelsvolumen legte um fast 17 % im August zu und gleicht den Rückstand zur kumulierten Vorjahresmenge aus. Ein gesteigertes Interesse bestand vor allem bei den Importeuren aus den USA.
Nach einem deutlich abgekühlten Handel in den beiden Vorjahren erfahren die Lieferungen an Milch und Sahne einen spürbaren Aufschwung. Im bisherigen Jahresverlauf wurde bereits fast ein Drittel mehr aus diesem Bereich exportiert. 

EU Drittlandexport August 2025

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