Die Lieferungen an Milcherzeugnissen aus der EU-27 konnten im September ein verbessertes Absatzniveau einnehmen. Eine Erholung der Drittlandexporte hatte im Vergleich zum Vorjahresmonat vor allem bei den Lieferungen von Molkenpulver, Magermilchpulver, Käse, Flüssigmilch und Sahne stattgefunden. Weiterhin hinter dem Exportvolumen lagen die Lieferungen für Vollmilchpulver und Butter/-öl zurück.
EU-Drittlandexporte im September verbessert
Nach einem zwischenzeitlichen deutlichen Rückgang der Käseausfuhren im August, zeigte sich für den September wieder ein höheres Absatzpotenzial. Dabei profitierten die europäischen Drittlandausfuhren, insbesondere von einem erhöhten Importbedarf des Vereinigten Königreichs. Rund 90 % der dortigen Käseeinfuhren stammen aus der EU-27. Im Vergleich zum September 2024 führte die EU um gut 4 % mehr Käse aus. Die kumulierte Handelsmenge von Januar bis September erreichte zum Vorjahreszeitraum ein leichtes Plus von rund 1,0 % und konnte sich somit auf sehr hohem Niveau behaupten. Der Handel mit Magermilchpulver setzte nach einem starken Einbruch des Handelsvolumens im Jahr 2024, die positive Entwicklung fort. Im September wurden die Lieferungen in Drittländer um rund 18 % übertroffen. Im Jahresverlauf konnten die Exporte nach Indonesien, Malaysia, Vietnam und Thailand stärker ausgebaut werden. Das Exportvolumen erreichte in den bisherigen neun Monaten ein um rund 4 % höheres Absatzniveau als im Vorjahreszeitraum.
Der Absatz an Molkenpulver erfährt seit August eine stark wachsende Nachfrage im Welthandel. Vor allem der Hauptimporteur China steigerte das Importvolumen im bisherigen Jahresverlauf sehr deutlich. Aber auch Käufer aus dem Vereinigten Königreich und Japan zeigten ein erhöhtes Interesse an europäischem Molkenpulver. Die Ausfuhren summieren sich in den elf Handelsmonaten zu einem Plus von fast 2 %.
Uneingeschränkt rückläufig war die Absatzentwicklung im Export von Vollmilchpulver. Wenngleich der Rückgang im September mit rund 9 % etwas kleiner ausfiel als in den Monaten zuvor, beläuft sich der Rückstand von Januar bis September auf 23 % zum Vorjahreszeitraum. Hauptabnehmer aus Saudi-Arabien führten deutlich weniger Vollmilchpulver ein als noch im Vorjahr.
Erstmals wieder verloren haben seit Mai die Exporte an Butter/-öl. Im September wurde rund knapp 13 weniger Ware exportiert als im Vorjahresmonat, was sich auf bisheriger Jahressicht zu einem Rückstand von rund 1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum summiert hatte.