Vom Amt für Statistik der Europäischen Union wurden die Milcherzeugungsmengen der 27 EU-Staaten veröffentlicht. Das Vereinigte Königreich (United Kingdom) wird in der Auswertung extra aufgeführt. Die Daten werden bei Agriculture and Horticulture Development Board (AHDB) publiziert.
EU Milchanlieferung hebt sich im Oktober deutlich ab
Bereits in den beiden Vormonaten hatte die europäische Milchanlieferung ein deutlich höheres Niveau eingenommen als in den Jahren zuvor. Im Oktober wurde der Vorsprung zur Vorjahreslinie nochmals merklich ausgebaut, so dass sich die erfasste Milchmenge in der EU-27 mit einem Plus von 5,1 % deutlich vom Vorjahresmonat abhebt.
Die größten Mengenzuwächse konnten dabei in den Haupterzeugungsländern der EU festgestellt werden. Für Deutschland wurde eine um 6,8 % höhere Erzeugung ausgewiesen als noch im Vorjahr und somit lag in der Kumulation der bisherigen zehn Monate die erfasste Milchmenge gleichauf zum Vorjahreszeitraum. In Frankreich legte die Milcherzeugung im Oktober um 5,7 % zu. Für das bisherige Jahresaufkommen errechnete sich eine um 1,3 % größere Milchmenge als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die niederländischen Milcherzeuger steigerten das Milchaufkommen gegenüber dem Oktober 2024 um 7,8 %, was für die ersten zehn Monate eine um 1,3 % höhere Erzeugung bedeutet. In Polen erreichte die kumulierte Menge von Januar bis Oktober einen deutlichen Zuwachs von 3,1 %, nachdem im Oktober um 5,4 % mehr Milch angeliefert wurde. Der seit August vorherrschende expansive Trend in der Milcherzeugung setzte sich auch in Italien, Irland und Österreich fort. Unter dem Vorjahresniveau bewegte sich die Milchanlieferung lediglich in Griechenland, Bulgarien und Spanien.
Für die EU-27 bedeutet das in Summe der bisherigen zehn Monate ein um 1,3 % größeres Milchaufkommen als im Vorjahreszeitraum (schalttagsbereinigt). In der absoluten Betrachtung stand mit rund 124 Milliarden Kilogramm um gut eine Milliarde Kilogramm mehr Milch zur Verarbeitung als im Vergleichszeitraum des Jahres 2024.