Das bundesweite Milchaufkommen hatte Ende Januar den saisonalen Aufwärtstrend mit leichtem Zuwachs fortgesetzt. Der Vorsprung zur Vorjahreslinie und weiteren Vorjahren blieb mit einem Plus von über 6 % ungewöhnlich hoch. Am Rohstoffmarkt entwickelten sich wenig Impulse. Industrierahm bewegte sich weiterhin unter der Linie von 4 Cent/% Fetteinheit auf und ab mit etwas stabiler Tendenz. Die Eiweißverwertung über das Magermilchkonzentrat konnte der zuletzt freundlicheren Entwicklung erneut folgen, dennoch liegen die Erlöse um gut 20 % unter dem Vorjahresniveau zurück. Eine belebte Nachfrage im Pulverhandel hatte den Bedarf der Trocknungsbetriebe erhöht und der stabile Absatz von Molkenpulver für die Derivateherstellung stützte den Eiweißsektor. Angespannt war weiterhin der Handel mit Spotmilch. Infolge der hohen Milchanlieferung bei gleichzeitig sehr guten Inhaltsstoffen waren die Absatzmöglichkeiten begrenzt und die Nachfrage verlief schleppend. Die Kurse tendierten knapp über der Marke von 20 Cent/kg schwächer.
Butter: Blockbuttergeschäft belebt
Der Handel mit Päckchenbutter verlief zu Beginn des Februars überwiegend in einem saisonüblichen Umfang, teilweise wurde auch von höheren Absatzmengen berichtet. Das Preisniveau blieb unverändert. Die erhöhten Milchfettgehalte und das umfangreiche Milchaufkommen ermöglichten eine hohe Ausbeute in der Butterproduktion und hatten eine ausreichende Warenverfügbarkeit zur Folge. Markt stützend entwickelte sich dabei der Absatz von Blockbutter. Bei einem belebten Kaufinteresse legten die Mengenumsätze zu, vor allem bestand Bedarf kurzfristige Anfragen zu decken. Die Notierungen der Großhandelsabgabepreise tendierten etwas fester.
Käse: reger Handel hält an
Die Vermarktung von Schnittkäse wurde von anhaltend hohen Absatzmengen geprägt. Die Bestellungen aus dem LEH/Discount standen unter einer weiterhin sehr regen Nachfrage. Kunden aus der Weiterverarbeitung und Großabnehmer aus der GV setzten zügig die georderten Mengen um. Eine erfreulich gute Aufnahmefähigkeit hatte der Export im europäischen Binnenmarkt. Aber auch die Drittlandlieferungen brachten trotz der ungünstigen Währungsverhältnisse – starker Euro versus Dollar – neue Geschäftsabschlüsse. Der Kaufanreiz kam hauptsächlich durch das derzeit niedrige Preisniveau. Angesichts der unter Volllast laufenden Käseproduktion aufgrund des überhöhten Rohmilchaufkommens sorgte die Absatzsituation für einen ausgewogenen Schnittkäsemarkt. Lagerbestände wurden kaum aufgebaut.