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Milchmarktbericht

Die zwischenzeitliche Kältewelle in Deutschland hatte keinen größeren Einfluss auf die Milchanlieferung. Bei einem leichten Zuwachs gegenüber der Vorwoche folgte das Milchaufkommen der saisontypischen Entwicklung auf sehr hohem Niveau. Die Vorjahreslinie wurde Mitte Januar um gut 6,5 % übertroffen. Trotz den nun wieder uneingeschränkten Produktions- und Handelswochen erholten sich am Rohstoffmarkt die Spotkurse von den außergewöhnlichen Tiefständen in den Feiertagswochen nur langsam. In der Verwertung der Eiweißkomponente verbesserte sich die Erlössituation auf ein verhaltenes Niveau wie zuletzt im November. Die Rahmkurse stagnierten und kamen nicht über die Erlöse von Anfang Dezember hinaus. Für Rohmilch konnten sich die Preise knapp über der 20 Cent-Linie behaupten. In der weiteren Aussicht prägt das hohe Milchaufkommen die Marktentwicklung und auch im europäischen Umfeld zeichnet sich bisher keine Marktentlastung ab.  

Butter: Jahreszeitüblicher Handel 
Zur zweiten Januarhälfte pendelte sich der Absatz mit abgepackter Butter auf ein jahreszeitübliches Niveau ein. Der Auffüllbedarf nach den Feiertagswochen hatte sowohl beim Lebensmitteleinzelhandel als auch in den privaten Haushalten nachgelassen. Die Lagerbestände sind demnach ausreichend eingedeckt. Die Molkereiabgabepreise für abgepackte Ware bewegten sich unverändert zwischen 3,65 und 4,85 Euro/kg. Ebenfalls unverändert entwickelten sich Verbraucherpreise im Preiseinstiegssegment. Der Handel mit Blockbutter entwickelte sich uneinheitlich, die Notierungen wurden teilweise nochmals gekürzt.

Käse: ungewöhnlich lebhafte Absätze
Die Produktionskapazitäten in der Käseherstellung standen weiterhin unter einer sehr hohen Auslastung. Durch das hohe Rohmilchaufkommen fällt der Anteil, der in die Käseproduktion geht, spürbar größer aus. Erfreulich dabei ist zumindest das anhaltend rege Kaufinteresse an Schnittkäse, das sich über den Jahreswechsel hinaus bis in die zweite Januarhälfte fortgesetzt hat. Hohe Bestellungen aus dem LEH sorgten für einen zügigen Absatz, aber auch Großabnehmer in der Gemeinschaftsverpflegung und Industrie hatten bei einem stetigen Bedarf große Mengen abgerufen. Die Lieferungen in den EU-Binnenmarkt und Drittländer brachten ebenfalls zufriedenstellende Mengenumsätze. Unverändert entwickelte sich die Erlössituation, die nationale Leitnotierung wurde auf bisherigem Niveau fortgeschrieben.

Süddeutsche Butter- und Käsebörse - Bericht 04/2026

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