Milchprüfring Bayern: Mitgliederversammlung mit "Geburtstagen"

Am Mittwoch vergangener Woche fand die zweite und somit letzte Mitgliederversammlung des Milchprüfring Bayern (MPR) im Kalenderjahr 2025 statt. Der VMB ist bekanntlich Mitglied und somit auch in den MPR-Gremien, im Aufsichtsrat und in der Mitgliederversammlung mit Sitz und Stimme vertreten. Nach der Begrüßung durch den geschäftsführenden Vorstand Alfred Enderle folgte ein Grußwort von MR Stefan Hiebl aus dem bayerischen Landwirtschaftsministerium mit einigen aktuellen Themen, aber auch mit Lob und Anerkennung für die vom Milchprüfring Bayern geleistete Arbeit. Mit Blick auf das sich anschließende Jubiläum erinnerte Hiebl an zwei Meilensteine der jüngeren Geschichte des MPR Bayern, nämlich den Ausstieg aus der (mit)umlagefinanzierten Milchgüteverordnung sowie der weiteren einschneidenden Neuerung, dass mit Inkrafttreten der neuen Rohmilchgüteverordnung im Juli 2021 der MPR Bayern nicht mehr als sog. beliehener Unternehmer des Freistaates Bayern fungiert, sondern als Dienstleister der Molkereien und sich somit im Wettbewerb behaupten muss.
Alfred Enderle ging in seinen Vortrag zu aktuellen Themen des MPR vor allem auf die Entwicklung der Zahlen ein, die von der aktuellen Zahl der Lieferanten, die übrigens nicht nur aus Bayern kommen, über die Zahl der Milchkühe bis zu den Analyseergebnissen reichte. Der Ausbruch der MKS in Brandenburg in diesem Jahr hat auch Auswirkungen auf Analyselabors, wenn es um eine Risikovorsorge für einen solchen "Worst Case" geht. Bereichsleiter Gerhard Gruber stellte die Finanzplanung inkl. einer Vorausschau bis 2030 vor. Diese Weitsicht ist notwendig, um trotz der schwer vorhersehbaren Entwicklung bei der Zahl der Kühe und somit auch der Analysen, neben den Proben für die Güteuntersuchung auch die Proben aus der Milchleistungsprüfung (MLP) über den LKV, Einnahmen und vor allem die allfälligen Ausgaben im Griff zu behalten..
Der Mitgliederversammlung schloss sich dieses Mal eine kleine Feier an: Der Milchprüfring Bayern konnte dieses Jahr auf sein 90-jähriges Bestehen zurückblicken und sein Tochterunternehmen, die milchZert GmbH gleichzeitig auf 10 Jahre Arbeit, was von den beiden Geschäftsführern, Alfred Enderle und Marie Janson, mit interessanten Rückblicken, begleitet wurde. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde auch kommuniziert, dass der geschäftsführende Vorstand Alfred Enderle um weitere 3 Jahre, bis Ende 2029, in dieser Funktion für den MPR Bayern operativ Verantwortung tragen soll.

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