Am 9. Juni fand eine weitere Sitzung des Fachbeirats QM-Milch in den Räumen des Deutschen Raiffeisenverbandes am Pariser Platz in Sichtweite des Brandenburger Tores in Berlin statt. Eingangs wurde kurz über die zu Jahresbeginn eingerichteten Arbeitsgruppen zur Erweiterung des zukünftigen Geltungsbereiches zukünftiger QM-Standards und zur Revision des QMilch-Programms informiert, in die auch die Regionalstellen eingebunden sind und die VMB-Interessen durch Carmen Natterer vertreten werden. Nachdem erst eine Online -Sitzung zum Geltungsbereich stattgefunden hatte, waren naturgemäß auch noch keine spruchreifen Ergebnisse vorzulegen.
Der Fokus der Sitzung stand eindeutig im Zeichen der Umsetzung der Revision des QM-Standards, der zum 1. Juli 2026 in Kraft treten wird. Vor allem, was die Änderungen für die Milcherzeuger angeht, wurde in den vergangenen Monaten auch seitens des VMB bereits ausführlich berichtet und wird auch weiterhin aktiv weitergeführt, auch über den 1. Juli hinaus. Seitens der Geschäftsstelle von QM-Milch sind seit Mitte März Infopakete an Molkereien, Zertifizierungsstellen, natürlich auch an Milcherzeuger und an Datenaustauschvereinbarungs-Bündler versandt worden. Dazu kamen eine ganze Reihe von Informationsveranstaltungen im Online-Format, aber auch in Präsenz, weiterhin für Molkereien und Zertifizierungsstellen Datenbank-Schulungen. Ab 1. Juli sind bekanntlich die Ergebnisse der Audits in die zentrale QMilch-Datenbank einzupflegen. Nachdem bisher erst von knapp 15.000 teilnehmenden Milcherzeugern die Stammdaten erfasst werden konnten, besteht in diesem Punkt noch ein erheblicher Nachbesserungsbedarf. Hier wird seitens QM-Milch über den 1. Juli hinaus eine zeitliche Kulanz gewährt, ohne negativen Einfluss auf die Anerkennung eines bestandenen Audits auf der Grundlage des neuen Standards.
Informiert wurde auch über die kürzlich im Rahmen des sog. Stakeholderdialogs gefundenen Ergebnisse, u.a. zur Zahl der Programmaudits und der Bestandschecks. Kein Ergebnis gefunden wurde erneut zum Antrag auf gegenseitige Anerkennung von DLG-Tierwohl durch das QMilch-Programm, wozu weiterer Abstimmungsbedarf mit der DLG besteht. Weitere Themen waren erneut der Zeitplan des Übergangs des zum 30. Juni endenden Projektes "Modul Nachhaltigkeit" in das neue QM-Nachhaltigkeitsprogramm und die Nutzung der bisher gefundenen Ergebnisse sowie der Ablauf des Kontroll- und Warnsystems Futtermittel.
Für den langjährigen VMB-Geschäftsführer Dr. Hans-Jürgen Seufferlein war es nach 24 Jahren Mitarbeit bei der Entwicklung des Leitfadens für ein bundeseinheitliches Qualitätsmanagement Milch (QM-Milch) ab 2002 über den bundeseinheitlichen Standard ab 2012, die Gründung des QM-Milch e.V. bis zur Einbindung des Lebensmitteleinzelhandels als weiteren Trägerverband in die Gremien des QM-Milch e.V. sowie die aktive Gestaltung des VMB als Regionalstelle Bayern für QM-Milch die letzte Sitzung.