(c) Netto Markendiscount

Einen Knall? Butter "Frau Antje" für 88 Cent!

Vor kurzem hat der VMB darüber berichtet, dass ein bekannter Markenjoghurt aus bayerischer Erzeugung bei der zur Schwarz-Gruppe gehörenden KAUFLAND als Wochenangebot um satte 71 Prozent verbilligt angeboten wurde. Neben Joghurt steht auch der Liter Trinkmilch sowie Markenbutter ganz weit oben auf der Rangliste, wenn es um das wöchentliche Werben um die immer preissensibler werdende Verbraucherschaft geht. Dieses Wochenende ist die EDEKA-Tochter NETTO Markendiscount als über Normalmaß verhaltensauffällig zu nennen, die als "Samstags-Kracher" die niederländische Markenbutter "Frau Antje" ("Beste Butter") für ökonomisch unterirdische 88 Cent/250 g anbietet. Der derzeit reguläre Endverbraucherpreis liegt bei 2,99 Euro/250 g, somit eine befristete Ersparnis von schlappen 2,11 Euro!

Wie soll bei immer krasser ausartenden Rabattaktionen die Verbraucherschaft den Wert und somit den notwendigen Aufwand für Milch- und Milchprodukte erkennen, wertschätzen und auch akzeptieren? Was sind "reguläre" Endverbraucherpreise überhaupt noch wert, wenn die Kundschaft in immer kürzeren Abständen nur darauf warten muss, bis ein oder mehrere Markenprodukte, auch aus dem "Markenland" Bayern, zu Spottpreisen in den Werbeprospekten offeriert werden? Gerade vor dem Hintergrund der immer weiter auseinandergehenden Schere zwischen leicht steigenden Milchpreisen, aber noch stärker nach oben galoppierenden Kosten, kann dies für die Milchbauern nur noch frustrierend sein, wenn der Lebensmittelhandel als selbsternannter "Partner der Landwirtschaft" den Wert der Lebensmittel derart mit Füßen tritt!

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