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EU-Drittlandexporte Dezember 2025

Im Dezember konnten die EU-Drittlandexporte mit Milchprodukten weiter Boden gut machen und bewegten sich teilweise deutliche über dem Handelsvolumen des Vorjahresmonats. Das Ausfuhrvolumen nahm im 4. Quartal generell eine verbesserte Absatzsituation ein. Rückläufige Produktpreise haben dabei die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Ausfuhren im internationalen Handel begünstigt. Von Januar bis Dezember 2025 konnte die EU-27 insgesamt mehr Milcherzeugnisse in Drittländer ausführen als im Vorjahr.

Ausfuhren von Magermilchpulver deutlich gesteigert, Käseexporte ausgedehnt 
Nach einem verhaltenen Start in das Jahr 2025 konnten die Exporte von Magermilchpulver im Jahresverlauf ein verbessertes Absatzpotenzial einnehmen, nachdem in 2024 die Exporte eingebrochen waren. Das Handelsvolumen stieg vor allem seit Oktober spürbar an und so lagen auch die Ausfuhren im Dezember rund 25 % über dem Vorjahresmonat. In Summe der zwölf Monate legten die Magermilchexporte mit gut 11 % am deutlichsten zu. Abnehmer wie Saudi-Arabien, Indonesien und Malaysia hatten den Importbedarf spürbar erhöht, während der Hauptabnehmer Algerien weniger Ware importierte. Eine positive Entwicklung verzeichnete im Pulverhandel auch der Absatz von Molkenpulver, wenngleich das Handelsvolumen auf Jahressicht mit rund 2 % einen kleineren Zuwachs verzeichnet. Hauptabnehmer ist dabei mit großem Abstand China, gefolgt von Malaysia und Indonesien. Rückläufig waren hingegen die Ausfuhren von Vollmilchpulver. Trotz hoher Mengenzuwächse im November (+29 %) und im Dezember (+31 %) verloren die Exporte im Jahr 2025 um 15 % gegenüber dem vorausgegangenen Jahr und mussten die kräftigsten Einbußen hinnehmen. Die gestiegenen Lieferungen in den Oman konnten die geringere Nachfrage aus China, Saudi-Arabien, der Schweiz und Nigeria nichts entgegensetzen.
Das mengenmäßig bedeutendste Exportprodukt Käse erhielt im Dezember mit einer Mengensteigerung von 17,5 % zum Vorjahresmonat einen sehr deutlichen Impuls. Das bereits hohe Handelsvolumen von 2024 konnte in 2025 nochmals ausgedehnt werden. Der größte Importeur von europäischem Käse, das Vereinigte Königreich, hatte die Einfuhren um rund 8 % erhöht. Einen größeren Zuwachs verzeichneten auch die Lieferungen in die Ukraine. In Summe erhöhten sich die Käseexporte der EU von Januar bis Dezember 2025 um 3 %.
Der Handel mit Butter/-öl erhielt in 2025 starke Nachfrageimpulse vom Hauptabnehmer der USA, welche den Bedarf um 14 % erhöhte. Mehr Bedarf zeigten auch die Importeure von Südkorea. Stärker abgeschwächt hatten sich die Exporte nach China, Indonesien und Singapur. Auf Jahressicht wurde das letztjährige Handelsvolumen knapp unterschritten. 

 

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