Nach einer positiven Entwicklung des EU-Exports mit Milchprodukten zu Jahresbeginn konnte sich auch im zweiten Handelsmonat des laufenden Jahres das freundliche Absatzpotenzial überwiegend fortsetzten. Gegenüber dem Vorjahresmonat legte vor allem das Handelsvolumen von Butter/-öl, Käse, Magermilch- und Molkenpulver zu. Eingebrochen sind dagegen die Ausfuhren von Vollmilchpulver.
EU-Drittlandexporte im Februar überwiegend ausgedehnt
Die Lieferungen an Butter/-öl legten im Februar am deutlichsten zu. Der Anteil der europäischen Lieferungen nach Saudi-Arabien, in die Vereinigten Arabischen Emirate und Malaysia konnte im Vergleich zum Vorjahresmonat ausgebaut werden und hatte insgesamt ein um rund 43 % größeres Handelsvolumen eingenommen. In den ersten beiden Monaten errechnete sich ein Plus von knapp 27 %. Einen starken Anstieg der Lieferungen in Drittländer verzeichnete auch Magermilchpulver. Die exportierte Menge im Februar legte gegenüber dem Vorjahresmonat um 17 % zu. Auf bisheriger Jahressicht wurde somit um 13 % mehr Magermilchpulver exportiert. Der Käsehandel als wichtigstes Exportprodukt erhielt im Februar stärkere Nachfrageimpulse und die Lieferungen bewegten sich gut 5,5 % über dem letztjährigen Ergebnis. Im bisherigen Jahresmittel verzeichnete das Handelsvolumen ein Plus von rund 3 %. Das Vereinigte Königreich als Hauptabnehmer zeigte im Februar einen höheren Bedarf und auch nach China konnten die europäischen Lieferungen zulegen. Im Absatz von Molkenpulver kehrte eine bemerkbare Belebung ein. Lagen im Januar die Exporte hinter dem Vorjahr zurück, konnten die Ausfuhren im Februar das Absatzpotenzial um rund 8 % steigern. Hingegen deutlich eingebrochen sind die Drittlandexporte von Vollmilchpulver. Die Stabilisierung im Januar war nur von kurzer Dauer, im Februar verlor das Handelsvolumen um 20 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Kumuliert von Januar bis Februar reduzierten sich die Ausfuhren um 9 %. China als weltweit größter Importeur von Vollmilchpulver zeigte im bisherigen Jahresverlauf einen um 26 % kleineren Bedarf als noch im Vorjahreszeitraum.