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EU-Drittlandexporte Juni 2026

Die Bilanz für das erste Halbjahr 2026 im europäischen Außenhandel mit Drittländern fällt sehr positiv aus. Das Handelsvolumen an Milchprodukten konnte im Vergleich zum Vorjahr deutlich ausgedehnt werden, was mitunter auch der umfangreicheren Herstellung von Milcherzeugnissen aufgrund eines höheren Milchaufkommens geschuldet sein dürfte. Maßgebend dazu beigetragen haben die Exporte von Käse, Magermilchpulver und Butter. Insgesamt erhöhten sich die Drittlandexporte der EU-27 um gut 6 %.

Deutlich mehr Milchprodukte im 1. Halbjahr exportiert
Zur Jahresmitte setzte sich wie bereits in den Monaten zuvor der expansive Trend bei Magermilchpulver und Butter fort. Die Exporte von Magermilchpulver erhielten im Juni kräftige Impulse, die ausgeführten Mengen wurden zum Vorjahresmonat um 44 % gesteigert. Hauptabnehmer waren Algerien, Ägypten und Indonesien. In Summe des ersten Halbjahres konnten die europäischen Magermilchpulverexporte um 16 % gesteigert werden. Den sechsten Monat in Folge verzeichneten die Ausfuhren von Butter hohe Zuwachsraten. Seit Februar bewegen sich die gehandelten Mengen um gut 40 % über dem Vorjahresniveau, entsprechend erreichte die kumulierte Menge ein Plus von 38 % zum Vorjahresvolumen. Vor allem Importeure aus den USA, dem Vereinigten Königreich und China hatten einen erhöhten Bedarf.
Das mengenmäßig bedeutendste Exportprodukt Käse zeigte nach schwächeren Mengenumsätzen im Mai wieder eine freundlichere Entwicklung im Juni auf. Mit einem um fast 15 % höheren Exportvolumen als im Juni 2025 konnte der stärkste Mengenzuwachs im bisherigen Jahresverlauf erzielt werden. Von Januar bis Juni konnten die Käseexporte um 6 % gesteigert werden. Das Vereinigte Königreich als Hauptabnehmer von europäischem Käse, Japan und die USA führten größere Mengen ein. 
Die seit April eingeleitete Kehrtwende im Handel im Vollmilchpulver hatte im Juni weiterhin Bestand, die Lieferungen bewegten sich ähnlich wie im Vormonat gut 35 % über dem letztjährigen Niveau. Der Rückstand aus dem ersten Quartal konnte mehr als ausgeglichen werden, das Exportvorlumen summierte sich zu einem Plus von 7 %. 
Der Drittlandexport mit Molkenpulver entwickelte sich weiterhin sehr schwach, die Liefermengen bewegten sich im Juni gut 2,5 % unter dem Vorjahresergebnis. Im ersten Halbjahr summierte sich der Rückstand auf 5 %. 

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