Die Lieferungen von Milchprodukten in Drittländer entwickelten sich im Mai etwas unterschiedlich. Das Exportvolumen an Butter/-öl setzte das hohe Niveau aus den Vormonaten fort und auch die Exporte an Magermilch- und Vollmilchpulver konnten das freundliche Absatzpotenzial weiter ausbauen. Erstmals abgenommen hatten im bisherigen Jahresverlauf die Drittlandexporte von Käse. Insgesamt errechnet sich für die ersten fünf Monate ein insgesamt um rund 4,5 % höheres Exportvolumen als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
Export von Butter und Magermilchpulver ausgedehnt
Die größten Mengensteigerungen prägten beim europäischen Drittlandhandel im Mai die Exporte von Butter/-öl. Das Exportvolumen lag rund 44 % über dem Niveau des Vorjahresmonats. Hauptimporteure aus der USA führten spürbar mehr Ware aus der EU-27 ein. Eine größere Nachfrage war auch aus China, der Türkei und Ägypten feststellbar. In den ersten fünf Monaten sind die Lieferungen von Butter/-öl zu einem beachtlichen Plus von 39 % gegenüber der Vorjahresmenge angestiegen. Ein deutlich höheres Absatzpotenzial hatten im bisherigen Jahresverlauf auch die Exporte von Magermilchpulver eingenommen. Die Lieferungen im Mai erhöhten sich zum Vorjahresmonat um gut 17 % und erreichten von Januar bis Mai ein um 11 % höheres Handelsvolumen als im Vorjahr. Spürbar höhere Mengen importierte Ägypten, dorthin hatten sich die Exporte mehr als verdoppelt. Auch Indonesien und Malaysia führten mehr europäisches Magermilchpulver ein als im Vorjahr. Zu Beginn des zweiten Quartals verbesserte sich der Absatz von Vollmilchpulver nach zuvor rückläufigen Mengen. Diese Entwicklung setzte sich auch im Mai fort und das Handelsvolumen erhöhte sich deutlich um gut 35 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Während Hauptabnehmer aus dem Oman weniger Ware importierten sind die Lieferungen in das Vereinigte Königreich, Saudi-Arabien und den Libanon stärker gewachsen. Die bisher kumulierte Jahresmenge drehte somit erstmals in ein Plus von rund 2 %. Weiterhin rückläufig war der Drittlandexport von Molkenpulver. Im Mai wurde um gut 9 % weniger Ware exportiert als noch im Mai 2025, was den Rückstand auf bisheriger Jahressicht zu einem Minus von 6 % auflaufen lies.
Von einer schwächeren Entwicklung war erstmals im bisherigen Jahresverlauf der Export von Käse betroffen. Die Lieferungen hatten sich im Mai gut 2 % unter dem Niveau des Vorjahresmonats bewegt. Für das Handelsvolumen von Januar bis Mai errechnete sich jedoch weiterhin ein um 4 % höheres Niveau als im Vorjahreszeitraum.
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