Die zuletzt positive Entwicklung der europäischen Drittlandexporte mit Milchprodukten konnte sich im November teilweise fortsetzen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurde für Butter/-öl, Käse und Magermilchpulver ein höheres Handelsvolumen ausgewiesen. Die Lieferungen von Molkenpulver drehten ins Minus während die Ausfuhren von Vollmilchpulver ein deutliches Plus aufzeigten.
Erstmals mehr Vollmilchpulver, weniger Molkenpulver exportiert
Die Ausfuhren an Käse, als mengenmäßig bedeutendstes Exportprodukt, entwickelten sich auf hohem Niveau anhaltend freundlich. Importeure aus Drittländern hatten das Handelsvolumen um gut 5 % gegenüber dem November 2024 ausgedehnt. Hauptabnehmer war dabei das Vereinigte Königreich. In Summe erreichten die Käseexporte von Januar bis November weiterhin ein stabiles Plus von gut 1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Die Lieferungen an Magermilchpulver konnten den Vorsprung gegenüber den ersten elf Monaten von zuletzt 8 % auf 10 % ausbauen. Dazu hat die deutliche Mengensteigerung im November von rund 34 % beigetragen. Wichtige Käufer kamen dabei aus Algerien, Indonesien und den Philippinen. Der rückläufige Trend bei den Ausfuhren von Vollmilchpulver konnte im November erstmals gestoppt werden, es wurde ein Plus von 29 % ermittelt. In den letzten zehn Monaten bewegten sich die Exportmengen spürbar unter den Vorjahreswerten. Entsprechend deutlich fällt der Rückstand mit 18 % bei der bisher kumulierten Jahresmenge aus.
Seit Juli erstmals haben die Exporte an Molkenpulver wieder verloren. Das Handelsvolumen reduzierte sich um 5 % zum Vorjahresmonat. Für die bisherigen elf Monate schrumpft der Vorsprung zum Vorjahreszeitraum leicht, auf ein Plus von rund 1 %.
Verloren hatten auch die Lieferungen an Milch und Sahne. Die erfassten Mengen für November bewegten sich rund 4 % unter den vergleichbaren Vorjahreswerten, dennoch wurde in Summe des veröffentlichten Jahreszeitraum um 8 % mehr Ware ausgeführt als noch in 2024.