Vom Amt für Statistik der Europäischen Union wurden die Milcherzeugungsmengen der 27 EU-Staaten veröffentlicht. Das Vereinigte Königreich (United Kingdom) wird in der Auswertung extra aufgeführt. Die Daten werden bei Agriculture and Horticulture Development Board (AHDB) publiziert.
EU-Milchaufkommen nähert sich Vorjahreslinie an
In den Mitgliedsstaaten der EU-27 zeigte sich die Milchanlieferung im August zum Vergleich der vorausgegangenen Monate erheblich gedämpfter. Unter den beutenden Erzeugerländern wurde für Deutschland der verhältnismäßig größte Zuwachs von 3,1 % ausgewiesen, gefolgt von Italien mit einem Plus von 1,5 % gegenüber August 2025. In den Niederlanden wurde die letztjährige Menge vom August nur noch um 0,7 % übertroffen. Die polnische Erzeugung bewegte sich lediglich noch 0,3 % über Vorjahresniveau und in Frankreich wurde mit 0,1 % nahezu das Vorjahresergebnis erreicht. In der gesamten EU-27 wurden im August 12,58 Milliarden Kilogramm erfasst, so dass der Vorsprung zum Vorjahr auf den bisher geringsten Abstand von 0,6 % zusammenschrumpfte. Von Januar bis August summierte sich das Milchaufkommen zu einem Plus von 3,0 %.
Bereits unter der Vorjahreserzeugung lagen die Augustwerte in Rumänien, Estland, Irland, Malta Ungarn und Litauen. Irland erzeugte in den bisherigen acht Monaten um insgesamt 2,5 % weniger Milch als im Vorjahreszeitraum. Deutschland hält weiterhin den größten Vorsprung, auf bisheriger Jahressicht wurde um 6,0 % mehr Milch erfasst. In den Niederlanden hält sich von Januar bis August das Milchaufkommen um 4,0 % über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die italienische Milchanlieferung erzeugte in Kumulation der bisherigen acht Monate um 3,8 % mehr Milch. Die in der Vergangenheit von sehr expansiver Entwicklung geprägten polnischen Milcherzeugung hält gegenüber den ersten acht Monaten des vergangenen Jahres nur noch einen Vorsprung von 2,7 %. In Frankreich schrumpfte der Abstand auf bisheriger Jahressicht auf 1,9 % zusammen, bereits im Mai und Juni bewegte sich die Milcherzeugung leicht unter der Vorjahreslinie.
Nutzen Sie für einen schnellen Überblick die interaktive Grafik https://www.milchbauernservice.de/milchmarkt-daten-und-analysen/eu-milchanlieferung.