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Einblicke ins Fachforum Milch 2026 im Rahmen der Grünen Woche

Mit einem Grußwort eröffnete Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), die Veranstaltung und hob die Bedeutung der Milchwirtschaft für Ernährungssicherung und den ländlichen Raum hervor. Die Moderation übernahm Karsten Schmal, Vizepräsident des DBV.

Panel 1: „Milch kann mehr – Zeit für eine neue Politik“

MdB Hermann Färber, Vorsitzender des Agrarausschusses des Bundestages, betonte, dass Verantwortung nicht allein bei der Politik liegen könne. Landwirte und Molkereien müssten aktiv mitgestalten. Eine Anpassung deutscher Standards im Ausland, etwa im Zusammenhang mit Mercosur, sei unrealistisch. Wichtige Anliegen seien die Aufnahme der Ernährungssicherheit ins Grundgesetz sowie mehr Planungssicherheit für Junglandwirte, auch vor dem Hintergrund zunehmender politischer und gerichtlicher Vorgaben.

Panel 2: „Vom Preisdruck zur Perspektive – Milchmarkt im Wandel“

Tino Gottschalk, Geschäftsführer von Arla Foods Deutschland, sieht den Schwerpunkt klar im Binnenmarkt. Ziel sei eine tierwohlgerechte, ökonomisch tragfähige und planbare Milchproduktion, um stabile Preise und Sicherheit für Landwirte zu ermöglichen. In der Fusion von Arla und DMK erkennt er große Chancen durch genossenschaftlichen Austausch und internationale Perspektiven.

Panel 3: „Milchmythen & Medienmacht“

Kerstin Wriedt, Geschäftsführerin der Initiative Milch 2.0, stellte die Arbeit der Initiative vor, die insbesondere junge Menschen und Schulkinder anspricht, um den Zusammenhang zwischen Landwirtschaft und Ernährung stärker zu verankern.

Karsten Schmal betonte abschließend, dass der Milchsektor vor Veränderungen steht, die nur gemeinsam bewältigt werden können. Wenn Landwirte, Molkereien und Lebensmitteleinzelhandel an einem Strang ziehen, eröffnen sich gute Zukunftsperspektiven – nach dem Leitgedanken: Tue Gutes und rede darüber.

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