Auch wenn es müßig ist, darüber zu berichten, sollte man nicht müde werden, weiter und ständig darüber zu informieren. Rabattaktionen resp. "im Angebot" sind ganz normale Instrumente der freien Marktwirtschaft, die in der Metzgerei oder Bäckerei von nebenan genauso Mittel der Kundenbindung sind wie beim großen und (über)mächtigen Lebensmitteleinzelhandel (LEH). Aber sie sollten zumindest den gesetzlichen Vorgaben entsprechen wie dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb. Und sie sollten auch "moralisch" noch vertretbar sein, vor allem wenn es sich um kostbare Lebensmittel handelt, deren Erzeugung, Herstellung und Verfügbarkeit nicht selbstverständlich sind. Hier gelten vor allem im Milchbereich Produkte wie 1 Liter Milch oder 250 g Butter als sog. "Eckpreisartikel", die besonders im Fokus der Verbraucherschaft stehen und deswegen auch vom LEH bevorzugt als Lockangebot herhalten müssen.
Auch die bekannten Markenjoghurts vornehmlich bayerischer Herkunft sind Woche für Woche im rabattpreislichen Schaufenster. In diesem Segment ist diese Woche wieder einmal eine Untergrenze resp. rote Linie unterschritten worden: Der zur Schwarz-Gruppe zählende KAUFLAND bietet seit dem heutigen Donnerstag für eine volle Woche den bekannten Almighurt der Privatmolkerei Ehrmann für unfassbare 25 Cent an. Sage und schreibe 71 Prozent unter dem regulären Endverbraucherpreis, zudem ohne die heute beim LEH übliche Rabatt- oder Bonus-App. Geht´s (wirklich) noch (tiefer)? Der Verbraucherschaft sei ja manches Angebot in diesen schwierigen Zeiten gegönnt. Aber mit jedem weiteren Preistiefpunkt wird jegliche Ökonomik auf den Kopf gestellt. Auch der wahre und überlebensnotwendige Wert für Lebensmittel geht damit mehr und mehr verloren!