Die im vierzehntägigen bzw. dreiwöchigen Rhythmus stattfindende internationale Handelsplattform GDT (Global Dairy Trade) für Milchstandardprodukte veröffentlicht die durchschnittlichen Werte der am Weltmarkt verkauften Milchprodukte des Commodities-Bereichs (verschiedene Milchpulversorten und Chester sowie diverse Butterprodukte). Beteiligt sind überwiegend größere international handelnde Molkereiunternehmen wie Fonterra (NZMP), Dairy America, Amul, Arla, Eurosérum, Murray Goulburn und Polish Dairy.
GDT-Tender Ergebnis:
Die zu Beginn dieses Monats schwächere Kursentwicklung hat sich bei der zweiten Auktion des Global Dairy Trade fortgesetzt. Die Verkaufspreise aus Milchfett, Milchpulver und Käse (Mischtonne) haben im Mittel die Marke von 4.000 US-Dollar unterschritten und lagen zu Handelsschluss bei 3.979 US-Dollar/t, was einen Rückgang von 1,0 % gegenüber der letzten Auktion bedeutet. Im bisherigen Jahresverlauf fielen die Erlöse für eine Mischtonne auf den niedrigsten Stand seit Februar und unterschreiten das Vorjahresniveau um 410 US-Dollar/t bzw. 9,3 %. Mit einem Handelsvolume von 12.922 t nahm die Menge zur letzten Auktion ab und bewegte sich in ähnlicher Höhe wie im Mai.
Schwächere Kursentwicklung überwiegt
Mit Ausnahme von Laktose stand die Erlöse für die gehandelten Milcherzeugnisse unter schwächeren Vorzeichen. Der stärkste Kursverlust musste im Handel mit Butter hingenommen werden. Zur vorausgegangenen Auktion verloren die Kurse um 218 US-Dollar bzw. 3,8 % auf 5.516 US-Dollar. Im erste Halbjahr 2026 errechnet sich für Butter ein durchschnittlicher Erlös von 5.881 US-Dollar/t und verfehlt das Vorjahresergebnis um 22 %. Die Erlöse für wasserfreies Milchfett (Butterschmalz) hatten zu Beginn der zweiten Junihälfte um 1,0 % auf 6.601 US-Dollar/t nachgegeben und bewegten sich rund 4 % unter den durchschnittlichen Erlösen der ersten sechs Monate des Vorjahres. Im Handel mit Cheddar wurden die Erlöse auf 4.471 US-Dollar/t zurückgenommen, ein Rückgang von 150 US-Dollar oder 3,2 %. Unter anhaltendem Druck standen die Verkaufspreise für Mozzarella. Zur letzten Auktion reduzierten sich die Kurse um 192 US-Dollar bzw. 4,9 % auf 3.750 US-Dollar/t. Die Verkaufspreise für Magermilchpulver bewegten sich zum Handelsende mit 3.368 US-Dollar/t rund 90 US-Dollar (-2,6 %) unter dem letzten Ergebnis. Innerhalb der einzelnen gehandelten Milcherzeugnisse bleibt Magermilchpulver neben Laktose das einzige Produkt, das im Vorjahresvergleich eine positive Entwicklung hinlegen konnte. Trotz des Rückgangs im Juni wurde das Vorjahresniveau um 21 % übertroffen und für das erste Halbjahr errechnet sich im Mittel mit 3.203 US-Dollar/t ein durchschnittliches Plus von 15 %. Vollmilchpulver verlor beim aktuellen Event um 117 US-Dollar (-3,2 %) und kostete 3.589 US-Dollar/t. Im ersten Halbjahr 2026 lag der mittlere Erlös bei 3.659 US-Dollar/t und verfehlte das Vorjahresniveau um rund 11 %. Entgegen dem insgesamt schwächeren Trend im Juni stellten sich die Verkaufserlöse von Laktose. Seit Mai setzten die Kurse eine feste Entwicklung fort und erreichten bei der aktuellen Auktion mit 1.702 US-Dollar ein Plus von 5,8 %. Auf bisheriger Jahressicht legten die Verkaufserlöse durchschnittlich um 25 % auf 1.502 US-Dollar gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 zu.