Die im vierzehntägigen bzw. dreiwöchigen Rhythmus stattfindende internationale Handelsplattform GDT (Global Dairy Trade) für Milchstandardprodukte veröffentlicht die durchschnittlichen Werte der am Weltmarkt verkauften Milchprodukte des Commodities-Bereichs (verschiedene Milchpulversorten und Chester sowie diverse Butterprodukte). Beteiligt sind überwiegend größere international handelnde Molkereiunternehmen wie Fonterra (NZMP), Dairy America, Amul, Arla, Eurosérum, Murray Goulburn und Polish Dairy.
GDT-Tender Ergebnis:
Im internationalen Handel hatten die Kurse für Milchprodukte bei der zweiten Auktion des Global Dairy Trade insgesamt betrachtet einen weiteren Rückgang hinnehmen müssen. Der durchschnittliche Verkaufspreis für eine Mischtonne (Erlös aus Milchfett, Milchpulver und Käse) verlor um 2,0 % bzw. 85 US-Dollar gegenüber der letzten Auktion und kostete 4.143 US-Dollar/t. Das Ergebnis lag weiterhin unter dem Vorjahr und wurde um rund 240 US-Dollar/t (-5,5 %) unterschritten. Innerhalb der einzelnen Milchprodukte war die Kursentwicklung recht unterschiedlich ausgeprägt. Die Zahl der teilnehmenden Bieter hatte sich auf ein unterdurchschnittliches Niveau von 147 Teilnehmern reduziert. Das Handelsvolumen erreichte mit 14.993 t ein saisonales Jahrestief.
Schwache Fettverwertung hält an
Bei der Auktion von Anfang April standen die Kurse für Milchprodukte durchwegs unter negativen Vorzeichen. Im aktuellen Ergebnis zeigten sich je nach Verwertungsrichtung unterschiedliche Entwicklungen. Spürbare Kurssteigerungen verzeichnete der Handel mit Laktose. Mit einem Schlusskurs von 1.573 US-Dollar/t erhöhten sich die Erlöse um 119 US-Dollar oder 8,2 % und erreichten den höchsten Stand seit Mai des vergangenen Jahres. Im Handel mit Magermilchpulver konnte der Rückgang der vergangenen Auktion wieder ausgeglichen werden. Die Verkaufspreise befestigten sich um 2,0 % und bewegten sich mit 3.448 US-Dollar/t auf einem Niveau wie zuletzt Oktober 2022. Stabilisieren konnten sich die Kurse für Cheddar. Zur vorrausgegangenen Auktion verbesserten sich die Verkaufspreise um 0,7 % auf 4.798 US-Dollar/t. Der Rückgang von Anfang April konnte dabei nicht wieder aufgeholt werden.
Unter erneutem Preisdruck stand im April der Handel mit Butter und wasserfreiem Milchfett. Die Schlusskurse für Butter hatten die Linie von 6.000 US-Dollar nach unten durchschritten und verloren um 479 US-Dollar bzw. 7,7 % auf 5.702 US-Dollar/t. Der Rückstand zum Vorjahr bewegt sich bei knapp 2.000 US-Dollar bzw. gut 25 %. Einen noch deutlicheren Rückgang mussten die Verkaufspreise für wasserfreies Milchfett hinnehmen. Die Kurse verloren um 670 US-Dollar (-9,5 %) auf 6.357 US-Dollar. Rückläufig war die Kursentwicklung auch bei Mozzarella (-2,4 %) und Vollmilchpulver (-0,6 %).