(c) Aldi Prospekt KW17

Handel reduziert Preise bei Käsesortiment

Wie schon im Oktober vergangenen Jahres hat bei der jüngsten Kontraktrunde der deutsche Lebensmitteleinzelhandel erneut die Marktlage für sich ausgenutzt, um bei Käse-Eigenmarken Preissenkungen durchzusetzen. Als Folge dessen wurden mit Wirkung des 15. April auch die Endverbraucherpreise (EVP) nach unten korrigiert, um bis zu 30 Cent/kg. Die Initiative ging wie im Oktober von Aldi aus und umfaßte 30 Artikel der Eigenmarken "Milsani", "Cucina" und "Lyttos". Die Palette reicht dabei von Hartkäse über Frischkäse und Weichkäse bis zu Schmelzkäse aus verschiedenen Herkünften, nicht nur aus deutscher bzw. bayerischer Erzeugung.
Nach wie vor ist die hohe Milchmenge national und international ein Hindernis auf dem Weg zu einer Kehrtwende bei den Milchpreisen. Die im ersten Quartal 2026 recht positiv stimmenden Marktparameter und Frühindikatoren haben sich in den vergangenen Wochen nicht bestätigen lassen: Zweimal gingen die Preise bei der GDT-Auktion zurück, vor allem auf der Fettseite. Die Kostenexplosion bei Energie und Diesel belasten die gesamte Wertschöpfungskette Milch, dazu kommen noch die hohen Düngerpreise auf den Betrieben. Bei zurückgehenden Molkereiabgabe- und Verbraucherpreisen kurzfristig höhere Milchpreise zu erwarten, ist in den kommenden Monaten vor allem im Süden nahezu illusorisch. Der Blick richtet sich jetzt schon auf die zur Jahresmitte fälligen Kontraktvereinbarungen der weißen Linie, an der Spitze bei der Konsummilch. Was derzeit positiv festzuhalten ist: Die Nachfrage nach Milch und Milchprodukten ist ungebrochen gut!

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