Am Montag und Dienstag fand unsere Klausurtagung in die Oberpfalz und nach Almesbach statt. Die Veranstaltung bot eine gelungene Kombination aus fachlichem Austausch, praxisnahen Einblicken und strategischen Diskussionen.
Montag, 30.03.2026
Der Auftakt erfolgte bei der Privatmolkerei Bechtel in Schwarzenfeld. Nach der Begrüßung durch Bereichsleiter Georg Müller erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in die Unternehmensentwicklung und aktuelle Marktstrategien. Die Molkerei verarbeitet täglich rund 2 Millionen Kilogramm Milch in verschiedenen Segmenten (u. a. Bio und differenzierte Haltungsformen) und verzeichnet einen kontinuierlichen Zuwachs an Liefermengen.
Besonders hervorgehoben wurden die Kooperation mit Hochland im Bereich des bekannten Schnittkäses "Grünländer", sowie die Investitionen in Nachhaltigkeit, etwa durch eine eigene Biogasanlage für die Vergärung anfallenden Abfalls. Zudem wurden die zunehmende Dynamik im Milchmarkt sowie die Bedeutung stabiler Vertragsbeziehungen betont.
Nach dem Mittagessen ging es weiter zum Bildungs- und Versuchszentrum für Rinderhaltung Staatsgut Almesbach. Dort fand am Nachmittag die VMB-Arbeitssitzung statt. Zentrale Themen waren u.a. die aktuellen Entwicklungen am Milchmarkt, ein Ausblick auf die nächste 5-Jahresperiode beim VMB mit Neubenennung der Delegierten und Neuwahlen in 2027 sowie eine offene Diskussion über weitere aktuelle Fragestellungen.
Den Abend ließ die VMB-Gruppe beim gemeinsamen Essen mit den beiden aus der Oberpfalz stammenden Milchhoheiten, die "zufällig" auch noch bei der Molkerei Bechtel bzw. am Staatsgut Almesbach beschäftigt sind, im Gasthof Bräu Wirt ausklingen.
Dienstag, 31.03.2026
Nach dem Frühstück wurden weitere VMB-Themen behandelt, so eine Vorausschau zur Milchhoheitenwahl Anfang Mai in Scheßlitz, zur Seuchenprophylaxe und zu QM-Milch – neuer Standard ab 01.07.2026.
Im Anschluss folgte eine Führung über das Staatsgut Almesbach. Das Staatsgut unter dem Dach der Bayerischen Staatsgüter (BaySG) ist eine bedeutende Einrichtung des Freistaats Bayern für Ausbildung, Versuchswesen und Wissenstransfer in der Rinderhaltung. Neben der praktischen Ausbildung werden hier moderne Stallkonzepte, Fütterungsstrategien, Tierwohlaspekte sowie nachhaltige Produktionsverfahren erprobt und weiterentwickelt. Durch die enge Verzahnung von Praxis, Forschung und Beratung dient Almesbach als wichtige Schnittstelle zwischen Landwirtschaft, Bildung und Innovation.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen endete die Klausurtagung mit der Rückreise.
Danksagung
Ein herzlicher Dank gilt Molkereibesitzer Rene Guhl für die Möglichkeit des Einblickes in die Firmenstrategie. Ebenso bedanken wir uns bei Bereichsleiter Georg Müller für die interessanten Ausführungen und die Werksführung in der Molkerei Bechtel. Ein besonderer Dank gilt zudem Landwirtschaftsdirektor Georg Hammerl für die die Möglichkeit diese Tagung in Almesbach absolvieren zu dürfen, sowie die ausführliche und engagierte Führung über das Staatsgut Almesbach.
Die Klausurtagung hat erneut gezeigt, wie wertvoll der persönliche Austausch und der gemeinsame Blick auf aktuelle Herausforderungen und zukünftige Entwicklungen sind.