Kann Landwirtschaft auch ohne Nutztiere funktionieren?
Dieser Frage geht das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) in einem aktuellen Beitrag nach und wagt ein Gedankenexperiment: Was würde sich verändern, wenn es keine Nutztiere mehr gäbe? Dabei wird deutlich, welche vielfältigen Aufgaben Nutztiere heute in unserem Landwirtschaftssystem übernehmen. Sie liefern nicht nur Milch, Fleisch und Eier, sondern verwerten auch Grünland, Ernterückstände und pflanzliche Nebenprodukte, die für den Menschen nicht direkt nutzbar sind. Gleichzeitig liefern Mist und Gülle wichtige Nährstoffe und organische Substanz für den Boden.
Was würde sich ohne Nutztiere verändern?
Ohne Tierhaltung könnten zwar Flächen, die heute für den Futtermittelanbau genutzt werden, stärker für die menschliche Ernährung zur Verfügung stehen. Gleichzeitig müssten jedoch neue Lösungen für Düngung, Nährstoffkreisläufe und die Verwertung von Nebenprodukten gefunden werden. Eine besondere Herausforderung wäre zudem der Erhalt von Wiesen und Weiden, die sich aufgrund ihrer natürlichen Gegebenheiten häufig nicht für den Ackerbau eignen. Auch für diese Flächen müssten alternative Nutzungs- und Pflegekonzepte entwickelt werden.
Nutztiere als Teil landwirtschaftlicher Kreisläufe
Das Gedankenexperiment zeigt damit: Eine Landwirtschaft ohne Nutztiere wäre grundsätzlich denkbar, würde aber grundlegende Veränderungen bei Ernährung, Landnutzung und Düngung voraussetzen.Das BZL kommt zu dem Schluss, dass eine Landwirtschaft ohne Nutztiere im heutigen Ernährungssystem nicht funktionieren würde. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Frage nach der zukünftigen Rolle der Tierhaltung differenziert betrachtet werden muss – insbesondere mit Blick auf Flächennutzung, Nährstoffkreisläufe, Klima und die Nutzung von Grünland.
Den vollständigen Beitrag des BZL „Kann Landwirtschaft auch ohne Nutztiere funktionieren?“ können Sie hier nachlesen:
Zum vollständigen BZL-Beitrag