Der Vorsprung der angelieferten Milch in Deutschland war auch im April gegenüber dem Vorjahr deutlich ausgeprägt, die Steigerungsrate verlor jedoch gegenüber den Monaten im I. Quartal. In der aktuellen Veröffentlichung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) wurde in den deutschen Erfassungsgebieten mit insgesamt 2,83 Milliarden Kilogramm Milch (konventionelle und bio/ökologische Erzeugung) um 5,8 % mehr Milch erfasst als im April des vergangenen Jahres. In den drei Monaten zuvor bewegte sich der Mengenzuwachs gegenüber dem Vorjahr noch zwischen 6,5 und 6,8 %. In den ersten vier Monaten summierte sich die Milchanlieferung auf 11,05 Milliarden Kilogramm und übertrifft die Anlieferung des Vorjahreszeitraums um 6,5 %. Zieht man den Mengenvergleich zu den ersten vier Monaten 2024 – in dieser Zeit hatte die Blauzungenkrankheit noch keinen Einfluss genommen – beträgt das Plus im bisherigen Jahresverlauf immer noch 4,4 %.
Konventionelle Milcherzeugung: Vorsprung zum Vorjahr bleibt groß
Zu Beginn des II. Quartals erzeugten die Milchbauern in Deutschland rund 2,70 Milliarden Kilogramm konventionelle Milch, das waren 145,5 Mio. kg oder 5,7 % mehr angelieferte Milch als im April 2025. Kumuliert für die ersten vier Monate stand den Molkereien eine um 6,4 % höhere Milchmenge zur Verarbeitung als im Vorjahreszeitraum. In Bayern wurde der Vorjahresmonat um 5,8 % übertroffen und das Ergebnis im April erreichte rund 661,66 Mio. kg Milch. In Summe wurde von Januar bis April die Milchanlieferung in Bayern um 6,5 % zum Vorjahr ausgedehnt. Bei den Nachbarn in Baden-Württemberg bewegte sich das Milchaufkommen knapp 7 % über dem Vorjahresmonat und erreichte im derzeitigen Jahresverlauf einen Zuwachs von 8,4 % zu den ersten vier Monaten des Vorjahres. Die niedersächsischen Milcherzeuger lieferten mit 648,79 Mio. kg um 6,4 % mehr Milch an als im April 2025 und erzeugten in den ersten vier Monaten des bisherigen Jahresverlaufs um 7,0 % mehr Milch. Für Nordrhein-Westfalen wurde eine Milchmenge von 285,46 Mio. kg ausgewiesen, was ein Plus von 5,8 % zum April 2025 bedeutet. In den ersten vier Monaten legte die Erzeugung somit um 6,5 % zu. Relativ betrachtet war der Mengenzuwachs im April in den Regionen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland mit 8,1 % am deutlichsten ausgeprägt und erreichte eine Monatsmenge von 152,6 Mio. kg.
Ökologisch/biologische Milcherzeugung: hohes Wachstum hält an
Das Aufkommen an Biomilch wurde auch im April von einer anhaltend expansiven Entwicklung dominiert. Die erfasste Menge im gesamten Bundesgebiet lag bei 132,21 Mio. kg und hatte um 7,5 % über dem letztjährigen Vergleichsmonat gelegen. Für das erste Drittel des aktuellen Jahres stand in Summe ebenfalls 7,5 % mehr Biomilch zur Verarbeitung. Die Haupterzeugung von Biomilch liegt in Bayern mit einem Anteil von 49 %. Gegenüber dem Vorjahr legte die April-Anlieferung um 4,7 % zu und kam bisher auf einen Mengenzuwachs von 4,9 % in den ersten vier Monaten. Biomilcherzeuger aus Baden-Württemberg lieferten 7,9 % mehr Milch im April an und erhöhten den Vorsprung in den derzeit vier Monaten auf 8,6. Die Biomilcherzeugung in Niedersachsen wurde von Januar bis April um 10,3 % ausgedehnt und in Nordrhein-Westfalen waren es 16,8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
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