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Milchanlieferungen Deutschland Juli 2025

Das Milchaufkommen in Deutschland wurde auch im Juli von einer schwächeren Entwicklung geprägt, wenngleich in einigen Gebieten eine Stabilisierung einsetzte. Entsprechend war der Rückgang deutlich geringer ausgeprägt als noch in den Monaten zuvor. Die Milchanlieferung aus konventioneller und bio/ökologischer Erzeugung verfehlte laut der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Juli mi 2,68 Milliarden Kilogramm Milch das Vorjahresniveau um 0,8 %. Kumuliert für die ersten sieben Monate schmilzt der Rückstand zur schalttagsbereinigten Vorjahresanlieferung auf 1,7 %. 

Konventionelle Milcherzeugung: Rückstand im Juli geschmolzen
Unter den bedeutenden Bundesländern der Milcherzeugung wechselte die Milchanlieferung im Juli in ein uneinheitliches Bild. In Bayern erreichte das Aufkommen wieder Vorjahresniveau. Auf bisherige Jahressicht nahm in Summe der Abstand zum Vorjahreszeitraum etwas ab und das Minus errechnet sich bei 1,6 %. Die niedersächsischen Milcherzeuger lieferten im Juli um 1,8 % weniger und halten so den Rückstand von 2,0 % in den bisherigen sieben Monaten. Der rückläufige Trend setzte sich auch in Nordrhein-Westfalen fort, die Vorjahreslinie wurde um 1,5 % unterschritten, was ein Minus von 2,9 % auf derzeitiger Jahressicht bedeutet. Weniger Milch wurde auch in Schleswig-Holstein erzeugt, so dass von Januar bis Juli eine um 1,7 % geringere Milchmenge erfasst wurde. Erneut deutlich abgenommen hatte im Juli das Milchaufkommen in Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland (-5,0 %) und verzeichnet in den derzeitigen sieben Monaten einen Mengeneinbruch von 4,9 %.
In Baden-Württemberg drehte die Milchanlieferung ins Plus (+1,7 %), der Rückstand von Januar bis Juli errechnete sich nur noch bei 0,4 %. Eine positive Entwicklung war auch in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt feststellbar. 
Für die konventionelle Milcherzeugung insgesamt bedeutet das im Juli ein um 0,8 % kleineres Aufkommen. Im Durchschnitt der sieben Monate lag der Rückstand bei 1,8 %. 

Ökologisch/biologische Milcherzeugung: Rückgang stärker ausgeprägt
Während sich bei der konventionellen Milchanlieferung der rückläufige Trend abgeschwächt hatte, war im Juli bei der Bio-Milcherzeugung der Rückgang stärker ausgeprägt als noch zur Jahresmitte. Deutschlandweit wurde um 1,8 % weniger Bio-Milch erfasst, der Rückstand von Januar bis Juli summierte sich auf 0,9 %. Vor allem in Baden-Württemberg wurde erstmals seit März wieder die Vorjahreslinie um 1,2 % unterschritten. Der Vorsprung im bisherigen Jahresverlauf schrumpfte von 2,8 auf 2,2 %. Das bayerische Bio-Milchaufkommen bewegte sich im Juli rund 0,4 % unter Vorjahreshöhe und hinkt der kumulierten Menge des Vorjahreszeitraums um 0,3 % hinterher. Mit Ausnahme von Sachsen/Sachsen-Anhalt zeigte die Bio-Milcherzeugung eine rückläufige Entwicklung auf.

Milchanlieferung DE Konventionelle Milch 2023-25
Milchanlieferung DE - Biomilch 2023-25
Milchanlieferung BY - Konventionelle Milch 2023-25

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