(c) 123rf

Milchmarktbericht

In der zweiten Oktoberwoche hatte die bundesweite Milchanlieferung erstmals wieder die Vorjahreslinie unterschritten. Der saisonale Mengenrückgang verstärkte sich zwischenzeitlich und das Milchaufkommen nahm ein etwas geringeres Niveau (-0,3 %) zum Vorjahreszeitpunkt ein. Zu Monatsmitte stagnierte das Milchaufkommen und der Rückstand zum Vorjahr pendelte sich bei 0,2 % ein. Die Spotkurse am Rohstoffmarkt tendierten für Rahm und Rohmilch stabil. Magermilch wurde zu festen Preisen gehandelt, während die Kurse für Magermilchkonzentrat auf hohem Niveau etwas nach unten korrigierten. Magermilchpulver hatte ein hohes Absatzpotenzial im europäischen Binnenmarkt und im Drittlandexport. Die zuletzt sehr rege Nachfrage verlor etwas an Dynamik. Ein begrenztes Angebot sorgte für stabile bis teils nochmals festere Kurse. Der Handel mit Molkenpulver entwickelte sich auf hohem Niveau überwiegend stabil. Am Markt für Vollmilchpulver entwickelten sich wenig Impulse, die Schokoladenindustrie hatte sporadisch Bedarf. Bei ausgeglichenen Marktverhältnissen wurden meist bisherige Preise aufgerufen.

Butter: Blockbuttergeschäft ohne Impulse
Die Mengenumsätze mit abgepackter Butter pendelten sich nach einem zuletzt erhöhten Handelsvolumen wieder auf üblichem Niveau ein. Wiederkehrende Aktionen im LEH/Discount stimulierten die Verbrauchernachfrage. Im Preiseinstiegssegment hatten sich die Verbraucherpreise für einen 250 g Ziegel bei 1,19 Euro bewegt. Seit der Anhebung im September blieben die Preise unverändert. Entsprechend ergaben sich auch an der Leitnotierung in Kempten keine wesentlichen Veränderungen. In der Vermarktung von Blockbutter entwickelten sich wenig Nachfrageimpulse, das Kaufinteresse wurde als abwartend bezeichnet. Zudem konnte weiterhin auf gefrorene Lagerbestände zurückgegriffen werden. Die Kurse für Blockbutter notierten unverändert.

Käse: Reger Absatz, knappe Verfügbarkeit
Das Schnittkäsegeschäft zeigte auch in der zweiten Oktoberhälfte einen anhaltend regen Absatz. Die nationale Nachfrage wurde durch Verkaufsaktionen im Lebensmitteleinzelhandel beflügelt und sorgte für umfangreiche Bestellungen. Gute Warenausgänge waren auch im Export, sowohl am europäischen Binnenmarkt als auch in Drittländer zu verzeichnen. Entgegen dem ersten Halbjahr hatte sich der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar für die Exporteure vergünstigt, was die Nachfrage der Importeure stützte. Die Käseherstellung stand im starken Wettbewerb um eine lukrative Rohstoffverwertung. Bei zugleich geringen Beständen an gereifter Ware blieb die Verfügbarkeit an Schnittkäse begrenzt. Die Kurse der Leitnotierung tendierten nur unverändert.

Aufs Bild klicken, um zu vergrößern

Zurück zur Listenansicht

Wir sind für Euch da und
unterstützen Euch.

Hier erfahrt Ihr, wo wir Euch überall helfen können.