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Milchpreis Bayern November 2025

Mit der Milchgeldabrechnung vom November hat sich der Preisrückgang in Bayern verstärkt. Die rückläufige Preisentwicklung bei der Rohstoffverwertung über Butter, Käse und Magermilch kommen mit auslaufenden Kontraktlaufzeiten verstärkt zum Tragen. Die Butternotierungen mussten im Oktober die kräftigsten Erlöseinbußen von fast 30 % im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. Schnittkäse und Magermilchpulver erlösten um 18 % bzw. 15 % weniger als noch vor zwölf Monaten. Die Abschläge bei den Milchauszahlungspreisen bewegten sich zwischen 1,00 und 4,00 Cent/kg Milch zum Vormonat. Der Preisabstand innerhalb der einzelnen Molkereien legte bei vereinzelt noch unveränderten Auszahlungspreisen auf gut 9 Cent/kg Milch zu. In der aktuellen Erhebung vom Verband der Milcherzeuger in Bayern (VMB) verloren die Milchpreise um durchschnittlich 1,9 Cent/kg gegenüber dem Oktober. Mit einem durchschnittlichen bayerische Milchpreis von 50,9 Cent/kg Milch stand im November noch eine fünf vor dem Komma. Das Ergebnis aus dem Vorjahr wurde erstmals wieder unterschritten und lag genau 1,0 Cent/kg darunter.
In der ausgewiesenen Region Nordbayern verloren die Milchauszahlungspreise mit einem Rückgang von durchschnittlich 2,3 Cent/kg am deutlichsten und unterschritten mit 49,9 Cent/kg das Niveau von 50 Cent. Im Gebiet Nieder-/Oberbayern reduzierten die Molkereien die Auszahlungspreise im Mittel um 1,8 Cent auf 51,4 Cent/kg Milch. Für die Region Schwaben wurde ein identischer, durchschnittlicher Milchpreis von 51,4 Cent/kg ausbezahlt, was eine Korrektur von 1,5 Cent/kg zum Vormonat bedeutet.

Das seit August erhöhte Milchaufkommen setzte die ungewöhnliche Entwicklung im Oktober fort und die Anlieferungsmenge bewegte sich nahezu seitwärts – der saisonal übliche Mengenrückgang blieb in diesem Jahr aus. Trotz einer belebten Nachfrage durch spürbare Preisanreize des Lebensmitteleinzelhandels am nationalen Markt und verbesserten Mengenumsätzen im Export, aufgrund gesunkener Produktpreise, war die Aufnahmefähigkeit am Markt für das hohe Milchaufkommen begrenzt. 
Die Vermarktung von Milcherzeugnissen bleibt angespannt und auch im Milchaufkommen ist keine Entspannung erkennbar. Zu Ende des Novembers scheint hingegen die saisonal ansteigende Entwicklung wieder einzusetzen. 

Ökologisch/biologische Milchpreise: Stabilität überwiegt
Die Vermarktung von Bio-Milch erfolgte im November hauptsächlich zu stabilen Preisen. Nach Erhebungen vom VMB kam es nur sehr vereinzelt zu Preisanpassungen, die dabei etwas schwächer ausfielen. Nachdem bereits im Oktober der Aufwärtstrend der Bio-Milchpreise bei durchschnittlich 67,6 Cent/kg Milch gestoppt wurde, lag im November das bayerische Mittel der Auszahlungsleistung bei 67,5 Cent/kg Milch. Die Bio-Milchpreise aus dem Vorjahresmonat wurde um 5,9 Cent/kg bzw. 10 % übertroffen. Vor dem Hintergrund der rückläufigen Milchpreise in der konventionellen Erzeugung und der Stabilität bei den Bio-Milchpreisen erhöhte sich der Preisabstand erneut und für die Bio-Milchpreise errechnete sich ein Vorsprung von 16,7 Cent/kg.
Bei der Erzeugung von Bio-Milch zeigte sich im weiteren Verlauf der Herbstmonate eine zunehmende  Erholung der Milchanlieferung, so dass der Vorsprung zur Vorjahreslinie kontinuierlich anstieg.
Der Absatz an Bio-Milchprodukten hatte im bisherigen Jahresverlauf eine spürbar höhere Nachfrage eingenommen als noch vor einem Jahr. Die Einkaufsmengen bewegten sich mit Ausnahme von Bio-Butter durchwegs über dem Vorjahresniveau.  

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Milchpreise Bayern Konv. November
Milchpreise Bayern Bio November

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