Jeder Milcherzeuger, der Rohmilch zur Weiterverarbeitung in den Verkehr bringt, kommt "zwangsläufig" mit der Rohmilchgüteverordnung in Berührung, in der die Güteprüfung und die Bezahlung der Rohmilch geregelt ist. Dass diese Analysen und der begleitende Service auch Kosten verursachen, ist wenig überraschend. Über deren Höhe wissen allerdings die wenigsten Milchbauern Bescheid, sofern sie nicht in den Gremien vertreten sind oder sich bei einem Besuch des Labors beim Milchprüfring Bayern e.V. in Wolnzach haben informieren lassen. Die Kosten für die Güteuntersuchung übernimmt in der Regel die Molkerei, werden aber letztlich doch vom Milcherzeuger bezahlt.
In einem aktuellen Interview hat Alfred Enderle, Geschäftsführender Vorstand des Milchprüfring Bayern e.V. zu diesem für die Milcherzeuger und die Milchwirtschaft wichtigen Thema Stellung bezogen: https://www.mpr-bayern.de/de/news#akt_468 und hat dabei auch mit einigen Mythen aufgeräumt. Denn auch im Milchbereich werden oft Äpfel mit Birnen vergleichen: Wenn Dienstleistungen aus dem gleichen Haus in Wolnzach kommen, aber kausal und somit die anfallenden Kosten in keinem direkten Zusammenhang stehen.
Wer Informationen lieber hört, als liest, kann "ganz Ohr" den Beitrag auch als Podcast hören: https://mprbayern.github.io/Podcastmpr/Podcast_Kosten%20Rohmilchguete.mp3