Die Angst vor Stalleinbrüchen und der damit verbundenen Gefährdung von Tieren ist für viele Betriebe im Milchsektor ein zentrales Thema. Eine aktuelle Befragung des Milchindustrie-Verbands (MIV), an der sich über 800 milchwirtschaftliche Betriebe beteiligt haben, zeigt eindrücklich die Bedeutung dieses Problems für die Branche.
Laut der Erhebung sehen sechs von zehn Betrieben Stalleinbrüche als „sehr relevant“ oder „relevant“ an. Mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, dass die Sorge vor Einbrüchen ihre psychische Gesundheit beeinträchtigt. Jeder zwanzigste Tierhalter war bereits direkt von einem Einbruch betroffen, und etwa 8 Prozent berichten von Sachbeschädigungen auf dem Betriebsgelände.
In seiner Pressemitteilung betont der MIV, dass Ställe nicht nur Schutzzonen für Tiere, sondern auch die wirtschaftliche Grundlage vieler Familienbetriebe sind. Unerlaubte Zugänge erhöhen nach Ansicht des Verbands die Gefahr von Seuchen und lösen zusätzlichen Stress bei den Betroffenen aus.
Trotz dieser Belastung zeigt sich ein Teil der Landwirte offen für den Dialog: 61 Prozent der Befragten halten weiterhin ihre Betriebe für angemeldete Besucher offen, um Verständnis für die Milchwirtschaft in der Öffentlichkeit zu fördern.
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