Die Tuberkulose (Rindertuberkulose) ist eine chronische, anzeigepflichtige Erkrankung bei Rindern, die weltweit vorkommt. Tierhalter sollten ihre Bestände regelmäßig überwachen, da die Krankheit zu Leistungseinbußen, Gewichtsverlust, chronischem Husten und in fortgeschrittenen Fällen zu Organveränderungen führen kann. Todesfälle sind selten, die Erkrankung kann jedoch die Wirtschaftlichkeit von Milch- und Fleischbetrieben erheblich beeinträchtigen. Laut aktuellen Meldungen traten 2025 einzelne Fälle auf, die alle Milchviehhalter erneut für das Thema sensibilisieren sollten.
Ursache der Tuberkulose:
Verursacht wird die Tuberkulose bei Rindern durch Mycobacterium bovis, ein Bakterium aus der Familie der Mycobacteriaceae.
- Direkter Tier-zu-Tier-Kontakt kann die Übertragung fördern
- Tuberkulose ist auf Menschen übertragbar (Zoonose)
- Die Erkrankung ist schwer zu kontrollieren und erfordert konsequente Überwachungsmaßnahmen
Verbreitungswege der Tuberkulose:
Die Tuberkulose wird hauptsächlich durch direkten Kontakt zwischen Tieren oder durch Aufnahme von kontaminiertem Futter und Wasser übertragen:
- Direkter Kontakt
- Infizierte Tiere scheiden die Bakterien über Speichel, Nasensekret, Milch oder Kot aus
- Gesunde Tiere können sich bei Kontakt mit infizierten Tieren oder deren Ausscheidungen anstecken
- Indirekte Übertragung
- Infizierte Milch kann die Krankheit auf Kälber übertragen
- Kontaminierte Stallumgebung oder Geräte können zur Übertragung beitragen
Maßnahmen gegen Tuberkulose:
Gegen Tuberkulose stehen derzeit keine Impfstoffe für Rinder zur Verfügung. Die Bekämpfung der Erkrankung erfolgt daher vor allem durch konsequente Überwachung, Diagnostik und Quarantänemaßnahmen. Tierhalter sollten ihre Bestände regelmäßig auf Tuberkulose untersuchen lassen, zum Beispiel durch Haut- oder Bluttests, und Verdachts- oder erkrankte Tiere sofort isolieren. Ebenso ist eine sorgfältige Reinigung und Desinfektion von Ställen, Tränken und Futterplätzen erforderlich, und Neuzugänge sollten zunächst in Quarantäne bleiben und getestet werden. Eine engmaschige Beobachtung der Tiere ist entscheidend: Unklare Symptome wie chronischer Husten, Gewichtsverlust oder Leistungsabfall sollten umgehend tierärztlich abgeklärt und entsprechende Proben entnommen werden.
Im Falle eines Verdachts sind Tierhalter verpflichtet, diesen unverzüglich dem zuständigen Veterinäramt zu melden, da Tuberkulose eine anzeigepflichtige Tierseuche ist.