(c) VMB INSTAGRAM: milchbauernservice

Von #milchfrei bis #hafermilch – die überraschende Instagram-Welt der Milch

Im Rahmen des Berliner Milchforums hat Dr. Larissa Drescher die aktuelle Social-Media-Landschaft rund um Milch analysiert. Auf Instagram wurden über 1.100 milchbezogene Hashtags identifiziert – ein Beleg dafür, wie stark das Thema Milch online diskutiert wird. Doch das Bild ist gemischt: Dominant sind Milchalternativen wie #hafermilch, #kokosmilch, #sojamilch und #pflanzenmilch, und auch #milchfrei taucht mit über 500 Nennungen direkt hinter #milch selbst auf. Gesundheitliche Themen wie #milchallergie oder #kuhmilchallergie sind ebenfalls präsent, ebenso Rezepte, Milchprodukte, Unternehmensnamen und regionale Themen. Die hohe Präsenz veganer Hashtags spiegelt zwar nicht die Ernährungsrealität in Deutschland wider, prägt aber stark das Bild von Milch – vor allem, weil Social Media für viele DIE wichtigste Informationsquelle geworden ist.

Doch es gibt auch positive Beispiele, die zeigen, wie gelungene Milch-Kommunikation aussehen kann. Die Milchhoheiten Bayern zählen zu den TOP 10 der meistbeachteten Instagram-Posts zum Thema Milch. Während viele populäre Posts kritisch sind und Haltungsbedingungen hinterfragen, setzen die Milchhoheiten auf Authentizität, Emotionen und regionale Identität. Echte Menschen aus der Landwirtschaft erzählen persönliche Geschichten, zeigen Freude und Stolz auf ihre Arbeit – und erzeugen so Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Sie beweisen: Pro-Milch-Kommunikation kann sichtbar, emotional und positiv sein.

Ein großes Hindernis bleibt jedoch die Des- und Fehlinformation. Laut Weltwirtschaftsforum (WEF 2024) ist Fehlinformation das größte kurzfristige globale Risiko. Auch bei Milch zeigt sich: Falschinformationen verbreiten sich auf allen Plattformen, auf Telegram besonders stark, während Instagram häufig emotionalisierte Botschaften liefert. Krisen und externe Ereignisse verstärken den Effekt, und das Brandolini-Gesetz gilt auch hier: Es kostet deutlich mehr Energie, Unsinn zu widerlegen, als ihn zu verbreiten. Die gute Nachricht: Strategien wie die sogenannte Inoculation, also das aktive Aufzeigen von Desinformationsmustern, wirken und stärken die Widerstandsfähigkeit der Community. Hier stellt die Initiative Milch ein Positiv-Beispiel dar.

Im Rahmen des Berliner Milchforums hat Dr. Larissa Drescher daraus klare Empfehlungen für die Praxis abgeleitet: Die Sichtbarkeit eigener Social-Media-Auftritte erhöhen, den Betriebsalltag zeigen, Gesichter und Geschichten erzählen, Trends frühzeitig erkennen, sich mit anderen Landwirten, Molkereien und Initiativen vernetzen, wissenschaftliche Kooperationen einbinden, Desinformationsmuster aktiv aufzeigen und Milch mit Rezepten, Lifestyle und Genuss verbinden, um positive Aufmerksamkeit zu schaffen.

Fazit: Social Media ist kein neutraler Schauplatz – die Diskussion über Milch findet mit oder ohne uns statt. Die Forschung zeigt: Es lohnt sich, aktiv die eigene Perspektive einzubringen. Die Milchhoheiten Bayern machen vor, wie es geht. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, diesen Weg gemeinsam zu gehen – mit Ausdauer, Authentizität und Vertrauen in das, was wir jeden Tag leisten. Somit sind wir als VMB bereits aktiv daran und versuchen hier proaktiv beizusteuern über unseren Instagram Kanal: Milchbauernservice.

 

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