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Bayerische Milchwirtschaft: Tarifkonflikt beigelegt

Wenn die Arbeitgeberseite mit den Gewerkschaften über höhere Löhne für die etwa 19.000 Beschäftigten in den bayerischen Molkereien verhandelt, sind die Milcherzeuger erst einmal außen vor. Dieses Jahr allerdings drohten die Tarifverhandlungen ein Stück weit zu eskalieren: Vor und auch nach dem Abbruch  der Verhandlungen im Juli folgten bereits Warnstreiks. Und die Drohungen des Landesvorsitzenden der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) hatten es zumindest verbal in sich: Vom wohl heftigsten Milch-Warnstreik, den Bayern je gesehen hat, war die Rede, sogar ein "Milch-Blackout" wurde angedroht. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür erfahrungsgemäß gering einzustufen war, steht im Extremfall und vor allem bei gewerkschaftlich gut organisierten Molkereien die regelmäßige Milchabholung und Verarbeitung in Frage und schafft Unsicherheit bei den Milchbauern.  

Mitte der Woche haben nun der Arbeitgeberverband der bayerischen Ernährungswirtschaft (ABE) und die NGG eine Einigung erzielt. Nach einer Einmalzahlung für Juni 2026 in Höhe von 100 Euro steigen die Entgelte für Beschäftigte und Auszubildende ab 1. Juli 2026 um 3,0 Prozent und ab 1. Juni 2027 nochmal um 2,8 Prozent. Zur Einordnung des Ergebnisses: Die Arbeitgeberseite hatte zuletzt 2,1 Prozent angeboten, die NGG 4,1 Prozent gefordert. Der nun ausgehandelte Tarif hat eine Laufzeit von 24 Monaten. Auf jeden Fall steigen auf Verarbeiterebene die Kosten, die aus Milcherzeugersicht natürlich auf die Produktpreise umgelegt werden müssen.
 

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