In Folge eines deutlich gestiegenen Milchaufkommens in Europa in den ersten vier Monaten stand auch bei den Milcherzeugnissen eine umfangreichere Menge zur Vermarktung. Das Exportvolumen in Drittländer konnte zu Beginn des zweiten Quartals weiter ausgedehnt werden. Mit Ausnahme von Molkenpulver entwickelten sich bei den übrigen Milchprodukten die Absatzmöglichkeiten positiv. In Summe der ersten vier Monate legten die Lieferungen in Drittländer um gut 4,5 % zum Vorjahreszeitraum zu.
Lieferungen in Drittländer legen überwiegend zu
Die Absatzmöglichkeiten im EU-Drittlandexport entwickelten sich auch im vierten Monat des Jahres freundlich und setzten die positive Entwicklung fort. Dabei konnten die Lieferungen von Vollmilchpulver erstmals im bisherigen Jahresverlauf deutlich gesteigert werden. Gegenüber April des vergangenen Jahres wurde um knapp 8,5 % mehr Ware ausgeführt. Vor diesem Hintergrund konnte der Rückstand aus dem ersten Quartal von rund 10 % auf gut 5 % reduziert werden. Anhaltend hohes Wachstum verzeichnete der Export von Butter/-öl. Importeure aus den USA, der Türkei und Ägypten erhöhten das Kaufinteresse, so das im April um 46,5 % mehr Butter/-öl ausgeführt wurde. Kumuliert für die bisherigen vier Monate errechnet sich ein kräftiges Plus von 38 %. Die mengenmäßig bedeutendsten Lieferungen nehmen die Exporte von Käse ein. Die im April eine um gut 6 % höhere Absatzmenge als im Vorjahresmonat erreichten und auf bisheriger Jahressicht das Handelsvolumen zum Vorjahreszeitraum um ebenfalls 6 % ausbauen konnten. Hauptabnehmer sind das Vereinigte Königreich, Japan und die USA.
Die anhaltend lebhafte Nachfrage nach Magermilchpulver erhöhte das Handelsvolumen im April um 6,5 % zum Vorjahresmonat. Von Januar bis April konnten somit die europäischen Exporte um 9 % ausgedehnt werden. Ein großes Kaufinteresse hatten die Importeure aus Indonesien, den Vereinigten Arabischen Emirate, Malaysia und Vietnam. Der Handel mit Molkenpulver entwickelte sich im Drittlandexport hingegen negativ. Im April bewegte sich das Handelsvolumen sehr deutlich unter dem Vorjahresniveau. Mit einem Rückgang von 15,8 % summierte sich das bisherige Jahresergebnis zu einem Minus von 5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Hauptabnehmer wie China, Indonesien und das Vereinigte Königreich reduzierten den Bedarf. Die Ausfuhren von Milch und Sahne konnten sich nach einem Rückgang im vergangenen Jahr, im bisherigen Jahresverlauf weiter erholen. Das Handelsvolumen legte um rund 7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum wieder zu.
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