(c) Fotolia

EU-Milchanlieferung Juni 2026

Vom Amt für Statistik der Europäischen Union wurden die Milcherzeugungsmengen der 27 EU-Staaten veröffentlicht. Das Vereinigte Königreich (United Kingdom) wird in der Auswertung extra aufgeführt. Die Daten werden bei Agriculture and Horticulture Development Board (AHDB) publiziert.

Abstand zum Vorjahr schrumpft
Die Milchanlieferung in den 27 Mitgliedsstaaten der EU hat auch zur Jahresmitte über der erzeugten Milchmenge des vergangenen Jahres gelegen. Nach Veröffentlichung der EU-Kommission wurde für Juni ein Milchaufkommen von insgesamt 12,9 Milliarden Kilogramm Milch ausgewiesen. Zum Vorjahresmonat stand somit 2,0 % mehr Milch zur Verarbeitung. Wenngleich das Rohmilchaufkommen umfangreicher ausgefallen war, reduzierte sich im zweiten Quartal der Abstand zur Vorjahreslinie zunehmend. Im ersten Quartal dieses Jahres wurde die Milchmenge um durchschnittlich 4,6 % übertroffen, für das zweite Quartal errechnete sich noch eine Steigerungsrate von 2,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das erste Halbjahr 2026 summierte sich das Milchaufkommen mit 77,6 Milliarden Kilogramm zu einem Plus von 3,4 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Nach Erreichen der saisonalen Milchspitze im Mai sind die Anlieferungsmengen tendenziell wieder rückläufig. Für Deutschland wurde im Juni ein um 5,8 % höheres Milchaufkommen ermittelt, was sich für die ersten sechs Monate zu einem Anstieg von durchschnittlich 6,5 % addierte. In Frankreich, dem zweitgrößten Milcherzeuger in der EU, hat im Mai eine Kehrtwende in der Milcherfassung eingesetzt und es wurde erstmals wieder die Vorjahreslinie unterschritten. Diese Entwicklung setzte sich im Juni fort und es wurde zum Vorjahresmonat um 1,2 % weniger erfasst. Der Vorsprung für das erste Halbjahr schrumpfte dadurch auf 2,6 % gegenüber 2025. Weniger Milch wurde auch in Irland im Juni erfasst (-3,2 %). Bereits seit April bewegte sich dort das Milchaufkommen unter der Vorjahreslinie, so dass sich für die ersten sechs Monate eine um 1,3 % geringere Milchmenge zum Vorjahr errechnet.
In den Niederlanden und in Polen wurde im Juni jeweils um 3,3 % mehr Milch erzeugt als vor einem Jahr. Auf bisheriger Jahressicht summierte sich für die Niederlande eine um 4,7 % und für Polen um 3,3 % höhere Milcherzeugung als im ersten Halbjahr 2025. Das Milchaufkommen in Italien bewegte sich im Juni 1,9 % über der Vorjahreslinie und kam so im ersten Halbjahr auf ein Plus von 3,1 %. Die österreichische Milcherzeugung hatte relativ betrachtet im Juni mit die höchste Zuwachsrate verzeichnet. Das Milchaufkommen aus dem Vorjahresmonat wurde um 7,4 % übertroffen, was für das erste Halbjahr ein um 7,9 % größeres Angebot bedeutete. 

Nutzen Sie für einen schnellen Überblick die interaktive Grafik: https://www.milchbauernservice.de/milchmarkt-daten-und-analysen/eu-milchanlieferung

Zum Öffnen auf Grafik klicken

Zurück zur Listenansicht

Wir sind für Euch da und
unterstützen Euch.

Hier erfahrt Ihr, wo wir Euch überall helfen können.