Die im vierzehntägigen bzw. dreiwöchigen Rhythmus stattfindende internationale Handelsplattform GDT (Global Dairy Trade) für Milchstandardprodukte veröffentlicht die durchschnittlichen Werte der am Weltmarkt verkauften Milchprodukte des Commodities-Bereichs (verschiedene Milchpulversorten und Chester sowie diverse Butterprodukte). Beteiligt sind überwiegend größere international handelnde Molkereiunternehmen wie Fonterra (NZMP), Dairy America, Amul, Arla, Eurosérum, Murray Goulburn und Polish Dairy.
GDT-Tender Ergebnis:
In der dritten Auktion des Global Dairy Trade für das Jahr 2026 setzte sich die positive Kursentwicklung vom Jahresbeginn fort und die Verkaufspreise über alle gehandelten Milcherzeugnisse verzeichneten kräftige Preissprünge. Die Erlöse aus Milchfett, Milchpulver und Käse - die sogenannte Mischtonne – stiegen um rund 6 % gegenüber der letzten Auktion an. Mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 3.830 US-Dollar kostete eine Mischtonne ähnlich viel wie im vergangenen Jahr zu Ende des Oktobers. Seit Juni 2025 hatten die Kurse stetig an Höhe verloren. Mit einer gehandelten Menge von 24.034 Tonnen wurde rund 14 % weniger umgesetzt, was im Vergleich zu den Vorjahren einer durchschnittlichen Menge entspricht. Die Zahl der Bieter erhöhte sich auf 175 Teilnehmer.
Durchwegs kräftige Preissprünge
Die Erholungsphase im internationalen Handel mit Milcherzeugnissen hat zu Beginn des Februars überraschend starke Impulse erhalten. Relativ betrachtet waren die Preiszuwächse bei Mozzarella und Magermilchpulver mit 10,6 % und 9,9 % am deutlichsten ausgeprägt. Magermilchpulver erlöste mit 2.874 US-Dollar je Tonne um 259 US-Dollar mehr als Ende Januar und reicht an das Jahreshoch von 2025 im April heran. Für Mozzarella pendelten sich die Kurse bei 3.694 US-Dollar je Tonne ein, wie zuletzt im September des vergangenen Jahres. In der absoluten Betrachtung war der Preissprung bei Butter mit 459 US-Dollar je Tonne (+8,6 %) am kräftigsten ausgefallen. Seitdem Preistief im Dezember legten die Butterkurse um 761 US-Dollar auf 5.773 US-Dollar je Tonne zu. Wasserfreies Milchfett erlöste um 333 US-Dollar je Tonne mehr und schloss den Handel bei 6.524 US-Dollar je Tonne, ein Plus von 5,4 %. Cheddar wurde zu durchschnittlichen Kursen von 4.772 US-Dollar je Tonne gehandelt, was zur letzten Auktion einen Anstieg von 178 US-Dollar oder 3,9 % bedeutet.
Vollmilchpulver, das mengenmäßig das größte Handelsvolumen einnahm, wurde um 4,8 % bzw. 165 US-Dollar höheren Kurs gehandelt und kostete durchschnittlich 3.614 US-Dollar je Tonne.