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Milchanlieferungen Deutschland August 2026

Der Vorsprung gegenüber dem Vorjahr hatte sich im August teils sehr deutlich in der bundesweiten Milchanlieferung abgeschwächt. Nach aktuellen Auswertungen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) wurden im deutschlandweiten Erfassungsgebiet rund 2,73 Milliarden Kilogramm Milch (konventionelle und bio/ökologische Erzeugung) im August angeliefert. Gegenüber dem Vorjahresmonat war das zwar ein um 3,1 % höheres Milchaufkommen, die Zuwachsrate hatte sich im Vergleich der Vormonate nahezu halbiert. Für die kumulierte Menge von Januar bis August reduzierte sich der Vorsprung entsprechend von 6,2 % auf 5,8 %. Vor allem in Süddeutschland machten sich die Folgen von Hitze, Trockenheit und die Ausbreitung des Shamonda-Virus sehr deutlich in der Milcherfassung bemerkbar. 

Konventionelle Milcherzeugung: in Süddeutschland spürbar verlangsamt
Das Milchaufkommen aus konventioneller Erzeugung bewegte sich auch im August durchwegs über dem Vorjahresniveau. Mit einer erfassten Milchmenge von 2,62 Milliarden Kilogramm hatte die Anlieferung an Dynamik zum Vorjahr verloren und es wurde mit einem Plus von 3,3 % die bisher kleinste Zuwachsrate im bisherigen Jahresverlauf registriert. Vor allem in Bayern und Baden-Württemberg verlangsamte sich die Anlieferungsmenge und näherte sich fast der Vorjahreslinie an. Das bayerische Milchaufkommen bewegte sich mit 607,57 Mio. kg nur noch leicht (+ 0,6 %) über der letztjährigen Menge vom August. In Baden- Württemberg konnte mit 185, 17 Mio. kg noch ein Vorsprung von 0,9 % zum Vorjahresmonat gehalten werden.
In den norddeutschen Erfassungsgebieten waren die Mengenzuwächse noch deutlich stärker ausgeprägt. Das niedersächsische Milchaufkommen verzeichnete ein Plus von 5,0 %, in Nordrhein-Westfalen wurde das Vorjahresniveau um 3,6 % übertroffen und in Schleswig-Holstein lieferten die Milcherzeuger um 6,3 mehr Milch an die Molkereien.
Auf bisheriger Jahressicht - Januar bis August – schrumpft das deutschlandweite Milchaufkommen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,4 Prozentpunkt auf 5,8 %.

Ökologisch/biologische Milcherzeugung: erstmals unter Vorjahresniveau 
Bereits beim Milchaufkommen vom Juli hatte sich im Süden gegenüber dem Norden Deutschlands die Dynamik der Biomilchanlieferung verlangsamt. Im August hatte Hitze und Trockenheit, welche in Süddeutschland außergewöhnlich stark ausgeprägt war, nochmals spürbaren Einfluss genommen. Mit einem deutschlandweiten Biomilchaufkommen von 117,33 Mio. kg hat die erfasste Milchmenge erstmals im bisherigen Jahresverlauf die Vorjahresmenge unterschritten. Gegenüber dem August 2025 wurde um 1,8 % weniger Biomilch erfasst. Das bayerische Milchaufkommen, das knapp fünfzig Prozent der bundesweiten Biomilchaufkommen einnimmt, reduzierte sich im August spürbar um 5,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Entsprechend schrumpfte der Vorsprung des bisherigen Jahresmilchaufkommen (Januar bis August) von 3,9 % auf 2,8 %. Rückläufig war das Milchaufkommen auch in Baden-Württemberg, als zweitgrößter Biomilcherzeuger in Deutschland. Die Milchanlieferung verlor um 5,9 %, was die kumulierte Menge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,6 Prozentpunkte auf 5,4 % verringerte.
Weiterhin über der Vorjahreslinie bewegte sich die Milchanlieferung im August in Norddeutschland wie Niedersachsen (+3,0 %), in Nordrhein-Westfalen (+3,6 %) und Schleswig-Holstein (+6,3 %). 
 

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Milchanlieferung DE - konventionelle Milch
Milchanlieferung DE - Biomilch
Milchanlieferung BY - konventionelle Milch
Milchanlieferung BY - Biomilch

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