(c) 123rf

Milchanlieferungen Deutschland Januar 2026

In der deutschlandweiten Milchanlieferung begann das neue Jahr wie das Jahr 2025 geendet hatte – auf spürbar höherem Niveau. Nach den aktuellen Erhebungen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) wurde im Januar mit 2,85 Milliarden Kilogramm Milch (konventionelle und bio/ökologische Erzeugung) um 6,8 % mehr Milch in Deutschland erzeugt als vor einem Jahr. Auch wenn das vergangene Jahr unter den Spätfolgen der Blauzungenkrankheit ein schwächeres Erzeugungsniveau eingenommen hatte, wurde in den zurückliegenden Jahren keine annährend ähnlich hohe Milchmenge für Januar erfasst wie in diesem Jahr. Der Aufwärtstrend der im August 2025 eingesetzt hat, setzte sich somit weiter fort und zeigte sowohl in der konventionellen Milcherzeugung als auch bei Biomilch eine vergleichbare Entwicklung auf.

Konventionelle Milcherzeugung: sehr hohes Erzeugungsniveau zum Jahresbeginn
Über alle Bundesländer hinweg spiegelte sich im Januar ein ähnliches Bild zur konventionellen Milcherzeugung wider. Die erfassten Milchmengen bewegten sich deutlich über dem Vorjahresmonat. Der Mengenzuwachs war in Niedersachsen am deutlichsten mit 43,2 Mio. kg (+7,3 %) gefolgt von Bayern mit einem Plus von 38,9 Mio. kg (+6,7 %) und Nordrhein-Westfalen mit 18,2 Mio. kg (+7,0 %). Die Milcherzeuger in Baden-Württemberg lieferten um 16,3 Mio. kg (+9,3 %) mehr Milch an als im Januar 2025.
Insgesamt wurde mit 2,65 Milliarden Kilogramm Milch aus konventioneller Erzeugung im ersten Monat des laufenden Jahres um 6,8 % bzw. 167,7 Mio. kg mehr von den deutschen Milchbauern angeliefert als vor einem Jahr. Das entspricht nahezu der Milchmenge, die im vergangenen Jahr zur Milchspitze im Mai erfasst wurde. 

Ökologisch/biologische Milcherzeugung: deutlich mehr Biomilch angeliefert
In der bundesweiten Erfassung von Biomilch war der Januar von einer deutlich höheren Anlieferung geprägt als noch vor einem Jahr. Mit Ausnahme von Thüringen wurde in den einzelnen Bundesländern die Liefermengen ausgedehnt. Insgesamt kam mit 124,6 Mio. kg gut 6,8 % mehr Biomilch zur Verarbeitung. Bayern mit dem größten Anteil (48 %) in der Biomilcherzeugung im Bundesvergleich erzeugte mit 60,19 Mio. kg um 4,3 % mehr Milch als im Januar 2026. Die Nachbarn aus Baden-Württemberg hatten mit einem Aufkommen von 17,84 Mio. kg eine um 8,3 % höhere Milchmenge erfasst. Für Niedersachsen als drittgrößten Biomilcherzeuger im Bundesgebiet wurde mit einem Zuwachs von 5,8 % eine Anlieferungsmenge von 11,82 Mio. kg ausgewiesen. 

Nutzen Sie die interaktiven Grafiken für Ihre individuelle Analyse hier 

Zurück zur Listenansicht

Wir sind für Euch da und
unterstützen Euch.

Hier erfahrt Ihr, wo wir Euch überall helfen können.