(c) 123rf

Milchmarktbericht

Nachdem die Milchanlieferung vor allem hitzebedingt in der ersten Juliwoche erneut eingebrochen war und sich der Vorjahreslinie weiter angenähert hatte, folgte mit der Abkühlung der Tagestemperaturen zu Monatsmitte eine Erholung bei der deutschlandweiten Milchanlieferung. Der Rückgang aus der Vorwoche wurde mit einem Mengenanstieg von 3,7 % wieder ausgeglichen und das Milchaufkommen bewegte sich rund 4 % über der Vorjahreslinie. Diese Volatilität wird auch im weiteren Verlauf des Julis zu erwarten sein. Mit der verbesserten Rohmilchverfügbarkeit kühlte sich auch die zuletzt sehr dynamische Entwicklung am Rohstoffmarkt wieder ab. Insbesondere die sprunghaft gestiegenen Kurse für Magermilchkonzentrat, aber auch die Kurse für Magermilch und Rohmilch korrigierten nach unten. Die Spotkurse für Rahm reagierten bereits beim Anstieg deutlich verhaltener, entsprechend war auch der Rückgang wesentlich geringer ausgeprägt. Der Absatz von Milchfrischprodukten befand sich in den Umsatzstärksten Wochen des Jahres. Der Pulverhandel war überwiegend von ferien- und urlaubsbedingt geringeren Aktivitäten geprägt.  


Butter: Blockbuttergeschäft etwas belebt
Das Geschäft mit abgepackter Butter zeigte sich zu Monatsmitte wenig verändert. Die Verbrauchernachfrage hatte sich in einem Jahreszeitlich ruhigeren Umfeld eingependelt. Teilweise stützten auch Verkaufsaktionen mit Markenbutter die Bestellmengen. Die Großhandelsabgabepreise notierten meist auf bisherigem Niveau unverändert. Ein ähnliches Bild spiegelte sich bei den Verbraucherpreisen, welche seit Mai dieses Jahres weiterhin zu unveränderten Einstandspreisen angeboten wurde. Der Handel mit Blockbutter erhielt nach einem zuletzt abwartenden Kaufinteresse wieder gewisse Nachfrageimpulse. Die Leitnotierung tendierte dabei fester. 

Käse: stetiger Absatz bei abnehmender Verfügbarkeit
Am Schnittkäsemarkt machte sich zunehmend das zuletzt rückläufige Rohmilchaufkommen bemerkbar. Setzte bis Mitte Juni ein umfangreiches Milchaufkommen die Käseproduktion unter Vollauslastung, zeigte sich mit dem Monatswechsel und dem verbundenen, hitzebedingten Milchmengeneinbruch eine rückläufige Schnittkäseproduktion. Der Bedarf an Schnittkäse bewegte sich, trotz der angelaufenen Ferien- und Urlaubszeit im Bundesgebiet auf einem anhaltend hohem Niveau. Im Handel mit europäischen Abnehmern prägten ebenfalls starke Mengenumsätze den Schnittkäsemarkt. Die Preise an der nationalen Leitnotierung wurden auf dem bisherigen Niveau fortgeschrieben.

Zurück zur Listenansicht

Wir sind für Euch da und
unterstützen Euch.

Hier erfahrt Ihr, wo wir Euch überall helfen können.