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Milchmarktbericht

Nachdem in der ersten Augusthälfte der Rückgang der Milchanlieferung im Bundesgebiet sehr deutlich ausgeprägt war, pendelte sich in der zweiten Monatshälfte ein saisonal rückläufiger Trend ein. Der Einfluss der Hitzewelle auf die Milcherzeugung scheint offensichtlich überstanden zu sein, im Vorwochenvergleich nahm die Milchmenge nur um 0,7 % ab. Der Abstand zur Vorjahreslinie lag bei 3,1 %.  Das „Shamonda-like“-Virus wirkt sich je nach regionaler Verbreitung unterschiedlich stark auf die Milchleistung aus und dämpft das Milchaufkommen. Mit abnehmender Eigenversorgung zog das Kaufinteresse der Molkereien am Rohstoffmarkt an. Die Kurse für Magermilch/-konzentrat tendierten auf hohem Niveau erneut fester. Eine anhaltend feste Entwicklung hatten auch die Spotkurse für Rahm und Rohmilch eingenommen. Der Absatz von Frischmilchprodukten verlief lebhaft. Im Handel mit Magermilchpulver standen einer guten Auftragslage eine geringere Rohstoffverfügbarkeit gegenüber. Die Forderungen wurden deutlich angehoben. Auch die Nachfrage nach Molkenpulver zeigte sich stetig bei lebhaften Aktivitäten und die Kurse tendierten auf Spitzenniveau stabil bis fest.   

Butter: leichte Belebung bei abgepackter Ware
Das Ende der Ferien- und Urlaubszeit in weiten Teilen Deutschlands hat auch bei den Konsumenten den Bedarf an abgepackter Butter etwas erhöht. Mit weiterem „Auffüllbedarf“ der privaten Bestände wird gerechnet. Die Verbraucherpreise im Einstiegssegment zeigten sich zuletzt bei 1,05 Euro/250 g stabil. Der Anstieg der Rahmpreise lässt möglicherweise eine Anhebung der Verbraucherpreise erwarten. An der Leitnotierung blieben die Abgabepreise des Großhandels für Päckchenbutter noch unverändert. Das saisonal abnehmende Milchaufkommen und die geringeren Milchfettgehalte begrenzen allmählich die verfügbaren Rohstoffmengen zur Butterherstellung. Das Blockbuttergeschäft wurde dennoch als ruhig bezeichnet bei unveränderten Notierungen.

Käse: lebhafter Absatz, abnehmende Verfügbarkeit
Die Situation am Schnittkäsemarkt wurde weiterhin von einer sehr lebhaften Nachfrage geprägt. Mit den Urlaubsrückkehrern legten auch die Bestellungen aus den Gemeinschaftsverpflegungen wieder zu. Umfangreiche Mengen standen auch weiterhin in den Bestellungen des LEH/Discounts. Saisontypisch etwas ruhiger verlief das Exportgeschäft in die Südeuropäischen Länder. Die rückläufige Rohstoffverfügbarkeit schränkt zunehmend die Produktion in den Käsereien ein. Zudem läuft ein erhöhter Rohstoffanteil in die Mozzarellaproduktion, die derzeit ein sehr hohes Absatzpotenzial einnimmt. Im Hinblick auf das saisonal rückläufige Milchaufkommen in den weiteren Herbstmonaten wird mit einem zunehmend knapperen Käseangebot zu rechnen sein.  

  

 

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