Konventioneller Milchpreis (oGT): weitere Abschläge im Februar-Milchgeld
Auf den drastischen Preisrutsch im Januar folgte im zweiten Monat des laufenden Jahres ein erneuter Rückgang der Milchpreise in Bayern. In der aktuellen Erhebung vom Verband der Milcherzeuger in Bayern (VMB) verloren die Milchauszahlungspreise im Februar um durchschnittlich 2,8 Cent auf 40,7 Cent/kg Milch (bei 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto ab Hof bei Haltungsstufen 2, falls ausgewiesen). Seit September 2025 sind die bayerischen Milchpreise somit um 13,9 Cent/kg eingebrochen und liegen aktuell 12,3 Cent unter der Auszahlungsleistung des Vorjahresmonats. In den ausgewiesenen Regionen wurden die Milchpreise in Nordbayern um durchschnittlich 3,2 Cent auf 40,1 Cent/kg Milch abgeschlagen. Im Erfassungsgebiet Nieder-/Oberbayern bewegten sich die Auszahlungsleistungen im Mittel bei 41,0 Cent/kg Milch, was einen Rückgang von 2,3 Cent gegenüber dem Januar bedeutet. Für Schwaben wurde ebenfalls ein durchschnittlicher Milchpreis von 41,0 Cent/kg Milch ermittelt. Das Niveau des Vormonats wurde somit um 2,7 Cent unterschritten.
Die fallende Milchpreisentwicklung in den vergangenen Monaten hatte auf das Milchaufkommen bisher keinen Einfluss genommen. Im Februar setzte die Milchanlieferung in Deutschland auf hohem Niveau den saisonal ansteigenden Trend fort. Der Vorsprung von rund 6 % gegenüber der Vorjahreslinie war beachtlich. Die Verarbeitungskapazitäten standen unter Volllast und gerieten an ihre Grenzen. Am Rohstoffmarkt standen die Spotkurse unter erheblichen Druck, während die Großhandelsabgabepreise für Magermilch, Vollmilch und Molkenpulver einen festen Preistrend folgen konnten.
Eine Entlastung im Rohmilchaufkommen zeichnete sich auch in der ersten Märzhälfte bisher nicht ab. Die Anzeichen einer verbesserten Fett- und Eiweißverwertung – Kieler Rohstoffwert vom Februar – und die seit Jahresbeginn erfolgte Erholungsphase der internationalen Kurse für Milchprodukte lassen auf eine allmähliche Stabilisierung der Milchauszahlungspreise hoffen.
Ökologisch/biologische Milchpreise: erneut nach unten korrigiert
Die Vermarktung von Biomilch hatte im Vergleich zum konventionellen Milchmarkt eine robustere Entwicklung genommen. Entsprechend deutlich war auch der Preisabstand ausgefallen, der sich im Februar im bayerischen Durchschnitt auf 25,2 Cent/kg erhöhte. Nach einer aktuellen Auswertung vom VMB bewegte sich im Februar die bayerische Auszahlungsleistung für Biomilch im Mittel bei 65,9 Cent/kg Milch (bei 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto ab Hof). Zum Vormonat bedeutet das eine Korrektur von durchschnittlich 0,7 Cent/kg. Mit den ersten Korrekturen seit Oktober reduzierten sich die bayerischen Biomilchpreise um 1,7 Cent/kg. Das Niveau vom Februar des vergangenen Jahres konnte dabei um 1,6 Cent/kg Milch übertroffen werden.
Das Angebot an Biomilch hatte sich nach einer expansiven Erzeugung im Herbst weiter verbessert und zeigte sich für den Absatzmarkt bedarfsdeckend bis gut ausreichend. Neben dem Einflussfaktor Milchmenge wird die Verbrauchernachfrage maßgebend die Aussichten über die weitere Entwicklung am Biomilchmarkt beeinflussen. Das vergangene Jahr war von einem sehr dynamischen Kaufverhalten geprägt.
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