(c) 123rf

Milchpreise Bayern Mai 2026

Konventioneller Milchpreis (oGT): Stabilisierung im Mai
Die bayerischen Milchauszahlungspreise haben im Mai eine Bodenbildung erreicht. In der aktuellen Erhebung vom Verband der Milcherzeuger wurde mit einem durchschnittlichen Milchpreis von 39,6 Cent/kg (bei 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto ab Hof bei Haltungsstufe 2 falls ausgewiesen) ein unverändertes Niveau gegenüber April ermittelt. Hauptsächlich kam es bei den meisten Molkereien im Mai zu einer Stabilisierung der Milchpreise, wenn gleich es auch vereinzelt zu erneuten Preisreduzierungen kam. Andererseits wurde stellenweise auch die Auszahlungsleistung leicht angehoben. Das spiegelte sich auch in den veröffentlichten Durchschnittspreisen für die einzelnen Regionen wider. In Nordbayern verbesserte sich der Milchpreis im Mittel um 0,1 Cent auf 39,3 Cent/kg. Für das Erfassungsgebiet Nieder-/Oberbayern blieb die Auszahlung bei 40,0 Cent/kg unverändert. Die Milchauszahlungspreise der Molkerei in Schwaben korrigierte moderat um 0,1 auf 39,5 Cent/kg. Das Milchaufkommen folgte in den ersten fünf Monaten der saisonal typisch ansteigenden Entwicklung und hatte Mitte Mai die Milchspitze erreicht. Die erfassten Mengen lagen dabei deutschlandweit fast 6 % über dem Vorjahr und hatten weiterhin für eine angespannte Logistik und voll ausgelastete Produktkapazitäten gesorgt. In der Rohstoffverwertung entwickelten sich die Erlöse für Fett deutlich verhaltener als im vergangenen Jahr (-45 %) und verloren im abgelaufenen Monat sogar zum April. Im Eiweißsektor setzte sich die dynamische Entwicklung aus dem Vormonat fort und die Produktpreise für Magermilchpulver tendierten auf dem erhöhten Niveau stabil bis fest. Bei einem sehr aufnahmefähigen Käsemarkt konnten umfangreiche Rohmilchmengen gebunden werden und zur Mengenentlastung beitragen. Markt bzw. Preis stützend waren dabei auch die sehr guten Erlösmöglichkeiten für Molkenpulver. Für die Kontraktabschlüsse z.B. im LEH war das Milchaufkommen weiterhin von Bedeutung und begrenzte die Aussichten auf verbesserte Abschlüsse und positive Einflüsse auf die Milchpreisentwicklung im dritten Quartal. Es wird trotz der anhaltend hohen Kostenbelastung ein Seitwärtstrend bei den bayerischen Milchauszahlungspreisen in den Sommermonaten erwartet. 

Ökologisch/biologische Milchpreise: erneute Korrekturen 
Am bayerischen Biomilchmarkt hatte sich im Mai der leicht schwächere Trend aus dem Vormonat fortgesetzt. Nach Erhebungen vom VMB wurde in Bayern ein durchschnittlicher Milchpreis von 65,1 Cent/kg (bei 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto ab Hof) ausbezahlt. Ein moderater Rückgang von 0,1 Cent/kg gegenüber dem April. In der Biomilchvermarktung stand den Molkereien ein gut ausreichendes Rohmilchangebot zur Verfügung. Die seit Jahresbeginn expansive Milchanlieferung setzte sich fort. Im Absatz von Biomilchprodukten machte sich der inflationäre Einfluss in der Verbrauchernachfrage bemerkbar und es kam zunehmend zu Verschiebungen. Wie Marktteilnehmer berichten, nahm die Kaufbereitschaft an hochpreisigen Produkten ab. Das Kaufinteresse für Handelsmarken und Aktionsware gewann weiter an Mengenumsatz. Diese Entwicklung dürfte vorerst anhalten. In diesem Marktumfeld dürften sich auch die Biomilchpreise je nach Molkerei unterschiedlich entwickeln. Eine leichte Preisschwäche wie im Mai wird auch für den Juni nicht ausgeschlossen.

Erstellen Sie hier Ihr Milchpreis-Chart für Ihre Region https://www.milchbauernservice.de/milchauszahlungspreise-bayerischer-molkereien

Zurück zur Listenansicht

Wir sind für Euch da und
unterstützen Euch.

Hier erfahrt Ihr, wo wir Euch überall helfen können.