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Rückblick - INFOtreff Milch: QM-Milch - die Revision 2026: Inhalte und erste Erfahrungen

Nach dem überaus großen Interesse im Dezember 2025 sowie im März 2026, also vor In-Kraft-Treten des neuen Standards QM-Milch zum 1. Juli 2026, hat auch der jüngste Online-INFOtreff Milch am 8. September 2026 zum Thema "QM-Milch - die Revision 2026: Inhalte und erste Erfahrungen" einen dreistelligen Teilnehmerkreis angesprochen. Erfreulich aus der gesamten Wertschöpfungskette weit über die bayerischen Grenzen hinaus und auch die Fachpresse war diesmal sehr gut dabei und wird berichten. Ziel war es erneut, in kompakter Form nochmals die entscheidenden Neuerungen im inhaltlichen und organisatorischen Bereich anzusprechen und darüber hinaus erste Erfahrungen nach gut zwei Monaten Gültigkeit des neuen Standrads vorzustellen und zu bewerten.

Als Referentin stand in bewährter Weise wieder Marie Janson, seit mehr als 5 Jahren Geschäftsführerin der bayerischen Zertifizierungstelle milchZert GmbH zur Verfügung. Nachdem auch zahlreiche Teilnehmer aus der Verarbeiterebene zugeschaltet waren, ging Janson nochmals auf den Sachstand der organisatorischen Änderungen und die sich daraus ergebenden Fragestellungen ein. Das betraf die Notwendigkeit eines Programmkoordinators auch für den QM-Standard genauso wie die QM-Datenbank, die für die Erzeugerseite relevante Suche bezüglich Abruf der zugelassenen Futtermittelhändler sowie die Schlachthöfe bezüglich QS-Lieferfähigkeit. Angesprochen wurde auch nochmals die Auditverwaltung, die Stammdatenpflege und die notwendigen Monitoring, z.B. das Rohmilchmonitoring.

Bei den organisatorischen Fragen wurde auf die Einrichtung eines vierköpfigen Sanktionsbeirates verwiesen, für die Entscheidung über anstehende Sanktionsverfahren, die neue Anmeldefrist für Audits, die maximal eine Kalenderwoche betragen darf, den Datenschutz bezüglich der Auditergebnisse. Thema waren auch die strenge Frist von 4 Wochen für eine Nachbegehung, die Interpretation des Ergebnisses "zugelassen unter Vorbehalt", die Sperrfrist von 3 Wochen nach Zertifikatsentzug und auch die Sonderkontrollen.

Als erste Erfahrungswerte  aus den Änderungen bei den Kriterien wurde neben der Verminderung der Kriterien von 70 auf 69, der maximalen Punktzahl von jetzt 80 und der zu erreichenden Mindestpunktzahl von 60, vor allem nochmals die Erhöhung der Mindestpunktzahl im Fokusbereich Tierschutz von 11 auf 12 angesprochen. Diese Mindestpunktzahl ist notwendig, um nicht in den verkürzten Prüfrhythmus von 18 Monaten zurückzufallen. Hier haben die ersten Monate gezeigt, dass diese Hürde bei gut 3 Prozent mehr Betrieben - im Vergleich zum alten Standard im ersten Halbjahr 2026 - zu einer Verkürzung des Auditintervalls führt. Deswegen der auch vom VMB bereits mehrmals in den vergangenen Monaten kommunizierte Appell, in diesem Fokusbereich keine Punkte unnötig liegen zu lassen.

Beim Thema "Biosicherheitsmaßnahmen" wurde darauf verwiesen, dass sich beim Kriterium grundsätzlich nichts geändert hat, die Betriebe sich aber zur Vorbereitung mit dem Thema und den bekannten und bisher auf der Website QM-Milch e.V. empfohlenen Quellen auseinandersetzen sollten. Noch wenig zu berichten gab es bei den im Rahmen der Revision heftig diskutierten Kriterien "saubere und trockene Liegefläche" und "Sauberkeit der Tiere". Nachdem die Liegefläche sauber und trocken zu sein hat, wurde nochmals explizit auf die Notwendigkeit von überdachten Liegeflächen im Laufhof als Anerkennungskriterium hingewiesen. Nicht neu, aber erneut erwähnt und auch von den Teilnehmern diskutiert wurde die Handhabung des Kriterium “Belegdichte/Überbelegung”.

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