Das Institut für Ernährungswirtschaft, Kiel (ife) berechnet aus den Notierungswerten von Butter und Magermilchpulver (MMP) der Süddeutschen Butter- und Käsebörse Kempten, den sogenannten Kieler Rohstoffwert (KRW). Dieser Wert entspricht der durchschnittlichen Milchverwertung aus dem Verkauf von Milchfett und Milcheiweiß und bildet nicht den tatsächlichen Milchpreis ab.
Mit der Veröffentlichung des Kieler Rohstoffwerts Ende Juli folgte nach einer zuletzt schwächeren Entwicklung in den vergangenen beiden Monat eine Stabilisierung. Das Institut für Ernährungswirtschaft e.V. aus Kiel ermittelte für Juli eine moderate Preisbefestigung von 0,3 Cent bzw. 0,8 % auf genau 36,0 Cent/kg (ab Hof 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß). Vor einem Jahr bewegte sich der Juli-Rohstoffwert noch auf einem um 12,7 Cent höheren Niveau bei 48,7 Cent/kg Milch. Im Mittel des ersten Halbjahrs 2026 lag die durchschnittliche Verwertung über Milchfett und -eiweiß bei einem Rohstoffwert von 35,6 Cent/kg Milch.
Stabilere Tendenzen im Juli
Der Juli brachte im Handel mit Butter kaum größere Veränderungen gegenüber dem Vormonat. Im Absatz mit abgepackter Butter hatte sich eine für die Jahreszeit übliche Nachfrage eingestellt. Die Großhandelsabgabepreise behaupteten sich auf dem Niveau des Vormonats. Der Handel mit Blockbutter wurde von einer uneinheitlichen Preisentwicklung geprägt, konnte dann zu Monatsende bei einem verbesserten Kaufinteresse leicht festere Erlöse erzielen. Das ife Institut errechnete für Juli einen Butterwert von 4,07 Euro/kg, was eine moderate Verbesserung von 1,0 Cent/kg oder 0,2 % gegenüber dem Vormonat bedeutet.
Am Markt für Magermilchpulver zeigte sich im Juli wieder eine etwas festere Preistendenz, nachdem im Juni eine Schwächephase Einzug hielt. Trotz der angelaufenen Ferien- und Urlaubszeit entwickelte das Handelsgeschehen mehr Dynamik. Infolge des zwischenzeitlich merklichen Einbruchs der deutschlandweiten Milchanlieferung aufgrund der Hitzewelle stand weniger Rohstoff zur Verarbeitung und hatte sich stärker an den Produktmärkten bemerkbar gemacht. Die Großhandelsabgabepreise konnte sich gegenüber Juni erholen und der durchschnittliche Erlös für Magermilchpulver erreichte mit 2,61 Euro/kg ein Plus von 1,0 % bzw. 2,6 Cent/kg.
Die Volatilität der Milchmenge wird auch im August aufgrund der wiederkehrenden hochsommerlichen Temperaturen den Rohstoffmarkt und die Produktpreise beeinflussen.
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