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Milchanlieferungen Deutschland Juli 2026

Bei einer jahreszeitlich bedingt abnehmenden Milchanlieferung bewegte sich das Milchaufkommen in Deutschland auch im Juli deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) ermittelte mit 2,83 Milliarden Kilogramm Milch (konventionelle und bio/ökologische Erzeugung), ein um 5,8 % oder 154,44 Mio. kg höheres Aufkommen als im Juli 2025. Die Zuwachsrate fällt dabei nicht mehr so deutlich aus wie noch im ersten Quartal mit fast 7 %. In Summe schrumpft der Vorsprung auf bisheriger Jahressicht nur moderat von zuletzt 6,3 % auf nun 6,2 %. 

Konventionelle Milcherzeugung: Von anhaltend hoher Milchmenge geprägt
Auch zu Beginn des zweiten Halbjahres lagen die erfassten Milchmengen in den einzelnen Bundesländern spürbar über dem vergangenen Jahr. Ähnlich wie im Juni wurde auch im Juli mit bundesweit 2,71 Milliarden Kilogramm um 5,8 % mehr Milch aus konventioneller Erzeugung angeliefert als im Vorjahresmonat. In der kumulierten Menge von Januar bis Juli hielt sich der Vorsprung stabil bei 6,2 %.
Die bayerischen Milchbauern hatten im Juli mit 644,88 Mio. kg um 5,4 % mehr Milch erzeugt als vor einem Jahr. Auf bisheriger Jahressicht bedeutet es weiterhin ein Plus von 6,2 %. In Niedersachsen fiel die Steigerungsrate mit über 7 % anhaltend hoch aus, so dass sich auch auf Jahressicht weiterhin ein Plus von 7 % errechnet. Die Milcherfassung in Nordrhein-Westfalen war mit einer um 5,6 % höheren Erzeugung als im Vorjahresmonat nicht mehr so deutlich ausgeprägt als in den Monaten zuvor. Auf bisheriger Jahressicht blieb der Vorsprung mit 6,3 % überdurchschnittlich hoch.
In der relativen Betrachtung war der Mengenzuwachs im Erfassungsgebiet Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland mit 8,0 % gegenüber Juli 2025 am stärksten ausgeprägt. Gefolgt von Schleswig-Holstein mit 7,5 %. 

Ökologisch/biologische Milcherzeugung: Vorsprung schrumpft im Süden 
Die Anlieferung an Biomilch bewegte sich auch im Juli deutlich über dem letztjährigen Niveau. In Deutschland wurde mit insgesamt 126,90 Mio. kg das Vorjahresergebnis um 5,8 % übertroffen. Der Vorsprung der kumulierten Erfassungsmenge von Januar bis Juli zeigte mit 6,9 % nur einen moderaten Rückgang von zuletzt 7 %.
Die Biomilchanlieferung in Bayern hatte im Vergleich zum ersten Quartal an Dynamik verloren. Mit einer für Juli erfassten Menge von 61,19 Mio. kg hatte sich die Zuwachsrate zur Vorjahreslinie auf 2,1 % gegenüber dem Jahresbeginn halbiert. Der Abstand der bisherigen Jahresmilchmenge schrumpft vor diesem Hintergrund von zuletzt 4,2 % auf 3,9 %. In Baden-Württemberg hatte sich im Juli die Steigerungsrate zum Vorjahresmonat ebenfalls deutlich auf 3,7 % abgeschwächt und der Vorsprung auf bisheriger Jahressicht verlor um 0,6 Prozentpunkte auf 7,0 %.
In den Erfassungsgebieten Niedersachsen wurde hingegen der Vorsprung der kumulierten Biomilchmenge von zuvor 10,2 % auf 11,0 % ausgedehnt.
Grund für die entgegengesetzte Entwicklung könnte die einsetzende Trockenheit im Juli sein, welche vor allem in Süddeutschland sehr stark Einzug gehalten hat. 

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Milchanlieferung DE - konventionelle Milch
Milchanlieferung DE - Biomilch
Milchanlieferung BY - Konventionelle Milch
Milchanlieferung BY - Biomilch

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