Milchanlieferungen Deutschland Juni 2026

Das Milchaufkommen in Deutschland hatte sich auch zu Mitte des laufenden Jahres auf sehr hohem Niveau bewegt. Innerhalb der einzelnen Bundesländer prägten im Vorjahresvergleich hohe Mengenzuwächse die Anlieferung, wenn gleich durch die Saisonalität die Steigerungsraten zu den Vormonaten an Höhe verloren. In der aktuellen Veröffentlichung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) wurden im Juli 2,78 Milliarden Kilogramm Milch (konventionelle und bio/ökologische Erzeugung) erfasst. Das bedeutet ein Plus von 5,7 % zum Vorjahresmonat. Für das erste Halbjahr 2026 errechnet sich mit 16,78 Milliarden Kilogramm Milch ein um 6,3 % höheres Milchaufkommen in Deutschland als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Konventionelle Milcherzeugung: 1. Halbjahr 6,2 % mehr Milch erfasst
Die Milchanlieferung aus konventioneller Erzeugung folgte im Juni dem saisonal typischen Verlauf – Anstieg von Januar bis Mai, ab Juni abnehmende Milchmenge – und lag dabei weiterhin deutlich über dem Vorjahresmonat. Mit einer erfassten Menge von 2,66 Milliarden Kilogramm Milch stand im Juni um 5,7 % oder 143 Mio. kg mehr Rohstoff zur Verarbeitung als vor einem Jahr. In den ersten sechs Monaten summierte sich das Milchaufkommen gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu einem Plus von 6,2 %. Vergleicht man die kumulierte Veränderungsrate unter den einzelnen Bundesländern, war der durchschnittliche Mengenzuwachs in den ersten sechs Monaten in Baden-Württemberg und Hessen/Rheinland-Pfalz und Saarland mit 7,9 % am stärksten ausgeprägt. Die Milcherzeuger in Niedersachsen hatten von Januar bis Juni im Mittel rund 7 % mehr Milch angeliefert als im Vorjahreszeitraum. In Schleswig-Holstein war es ein um 6,6 % und in Nordrhein-Westfalen um 6,5 % höheres Milchaufkommen. Die bayerischen Milchlieferanten erzeugten im ersten Halbjahr mit 3,80 Milliarden Kilogramm um 6,3 % mehr Milch als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der große Vorsprung gegenüber dem Vorjahr dürfte sich auch zu Beginn des zweiten Halbjahres fortsetzen. Erst im August wird sich die Milchmenge der Vorjahreslinie annähern und in den Folgemonaten unterschreiten.  

Ökologisch/biologische Milcherzeugung: wächst um 7 %
Nach einer verhaltenen Milcherzeugung im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres, zeigte sich im bisherigen Jahresverlauf eine deutlich expansive Biomilcherzeugung. Im Anlieferungsmonat Juni erfassten die deutschen Molkereien mit 127,64 Mio. kg um 5,7 % mehr Milch, so dass die Milcherzeugung im Schnitt des ersten Halbjahres 2026 um 7 % zulegen konnte. Bayern mit dem größten Anteil der Biomilcherzeugung im Bundesgebiet hatte in den ersten sechs Monaten im Mittel 4,2 % mehr Milch erzeugt und erreichte eine kumulierte Menge von 373,81 Mio. kg. In Baden-Württemberg summierte sich die Milchanlieferung im ersten Halbjahr auf 110,26 Mio. kg, was ein um 7,6 % größeres Milchaufkommen gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet. Angesichts der verhältnismäßig kleineren Erzeugungsmengen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen fallen die relativen Zuwachsraten mit 10,2 % und 16,7 % für die ersten sechs Monate relativ betrachtet deutlich höher aus als in Süddeutschland. 

 

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