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Milchanlieferungen Deutschland Mai 2026

Mit der Milchanlieferung im Mai stand den deutschen Molkereien das bisher umfangreichste Rohmilchaufkommen für den Jahresverlauf zur Verarbeitung. Nach Erhebungen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) lieferten die Milcherzeuger im Bundesgebiet insgesamt 2,95 Milliarden Kilogramm Milch (konventionelle und bio/ökologische Erzeugung) und damit gut 6,1 % oder 113,7 Mio. kg mehr als im Vorjahresmonat an. Der Vorsprung des in diesem Jahr deutlich erhöhten Milchaufkommens summierte sich in den ersten fünf Monaten nahezu konstant auf 6,4 %.

Konventionelle Milcherzeugung: erreicht Spitzenniveau
Das Milchaufkommen aus konventioneller Erzeugung legte im saisonalen Verlauf weiter zu und erreichte im Mai in Deutschland mit 2,81 Milliarden Kilogramm Milch ein Spitzenniveau. Die Menge aus dem Vorjahresmonat wurde um 6,1 % übertroffen und die kumulierte Menge von Januar bis Mai bewegte sich um gut 6,3 % über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Innerhalb der einzelnen Bundesländer prägte durchwegs ein umfangreicheres Milchaufkommen die Milcherfassung im Mai.
Die bayerischen Milchbauern erzeugten mit 667,6 Mio. kg um 6,1 % mehr Milch als vor einem Jahr. In den ersten fünf Monaten erhöhte sich die Milchanlieferung um 6,4 %. In Baden-Württemberg war die Zuwachsrate mit 8,1 % von Januar bis Mai stärker ausgeprägt, nach dem auch im Mai eine um 7,1 % höhere Anlieferungsmenge verzeichnet wurde. Für das Erfassungsgebiet Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland wurde im Mai mit 8 % die höchste Steigerungsrate ausgewiesen. Auf bisheriger Jahressicht errechnet sich ein Plus von ebenfalls 8 %. In Niedersachsen lieferten die Milchbauern im Mai 674,5 Mio. kg Milch an, so dass sich sowohl gegenüber dem Vorjahresmonat als auch den ersten fünf Monaten 2025 ein Mengenzuwachs von rund 7 % ergibt. Das Milchaufkommen in Nordrhein-Westfalen erhöhte sich im Mai um 7,1 % und in Schleswig-Holstein erzeugten die Milchviehalter um 7,0 % mehr Milch als noch vor einem Jahr. 

Ökologisch/biologische Milcherzeugung: Wachstum verlangsamt
In der Biomilcherfassung setzte sich der jahreszeittypische Anstieg im Mai fort. Die deutschen Biomilcherzeuger hatten mit 138,6 Mio. kg die Anlieferungsmenge um 6,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat ausgebaut. Zu den Monaten zuvor fällt die Steigerungsrate zwar nicht mehr so groß aus als noch im März (8,7 %) oder April (7,5 %), der Vorsprung des bisherigen Jahresverlaufs von 7,3 % bleibt aber weiterhin sehr deutlich ausgeprägt. In der relativen Betrachtung fällt die Zuwachsrate für die ersten fünf Monate in der Biomilcherzeugung stärker aus als in der konventionellen Erzeugung.
Auch in Bayern hatte das Mengenwachstum im Mai an Dynamik verloren und das Milchaufkommen bewegte sich nur noch 3,7 % über dem Vorjahresmonat. In den Monaten zuvor wurden noch Veränderungsraten von rund 4,5 % bis gut 5,5 % ausgewiesen. In Summe wurde von Januar bis Mai um 4,6 % mehr Biomilch in Bayern erzeugt. In Baden-Württemberg hat sich ein ähnlicher Trend entwickelt. Die Milchmenge wuchs nicht mehr so deutlich an und hatte sich im Mai um 5,9 % über dem Vorjahr bewegt. Auf bisheriger Jahressicht wurde dort um 8,0 % mehr Biomilch angeliefert. Rückläufig war die Biomilchmenge – bereits seit Jahresbeginn – in Thüringen. Diese Entwicklung dürfte vor allem durch die dortige Betriebsstruktur beeinflusst sein. Der Ausstieg einzelner großer Betriebe hat großen Einfluss auf die Gesamtmenge. 

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