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Milchpreis Bayern Juli 2026

Konventioneller Milchpreis (oGT): leichte Befestigung im Juli
Die Auszahlungsleistung für konventionell erzeugte Milch entwickelte sich in den bayerischen Erfassungsgebieten stabil bis etwas fester. Hauptsächlich Molkereien deren Milchpreise sich auf unterdurchschnittlichem Niveau bzw. in der unteren Preisspanne bewegten korrigierten den Juli-Milchpreis nach oben. Der Verband der Milcherzeuger ermittelte im bayerischen Durchschnitt eine leichte Preisbefestigung von 0,2 Cent gegenüber Juni auf 39,9 Cent/kg (bei 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto ab Hof bei Haltungsstufe 2 falls ausgewiesen). Im Erfassungsgebiet Nieder-/Oberbayern wurde mit durchschnittlich 40,1 Cent/kg (+0,3 Cent) und in Nordbayern mit 40,0 Cent/kg (+0,2 Cent) die 40 Cent-Marke erreicht. Für das Erfassungsgebiet Schwaben verbesserte sich der Milchpreis im Mittel um 0,1 Cent auf 39,7 Cent/kg. Von einer Erholungsphase im nennenswerten Umfang konnte bisher nicht gesprochen werden, der Rückstand zum Vorjahresmonat bleibt weiterhin beachtlich bei 14,1 Cent/kg.  
Zu einem bedeutenden Hauptthema am Milchmarkt wurde die stark ausgeprägte Trockenheit, die fehlende Grundfutterversorgung und die möglichen Folgen auf das Milchaufkommen. Der kurzfristige Einfluss der hochsommerlichen Temperaturen auf die Milcherzeugung war im Juli phasenweise in einer rückläufigen Anlieferung zu spüren, dennoch hielt sich das Milchaufkommen über der Vorjahresline. Die Frage über eine ausreichende Versorgungsbilanz, ob bei der Futterverfügbarkeit oder im Milchaufkommen wird sich erst in den Herbstmonaten ausführlicher beurteilen lassen, derzeit lässt es eine angespannte Situation erwarten.
Die Rohstoffverwertung stand im Juli überwiegend unter einer stabilen Entwicklung, das spiegelte auch der Kieler Rohstoffwert von 36,0 Cent/kg (+0,3 Cent gegenüber Juni) wider. Die Erlöse für Milchfett erhielten wenig Impulse und setzten den Seitwärtstrend fort. Daran konnten offensichtlich auch die umfangreichen Mengenumsätze am Schnittkäsemarkt wenig Einfluss nehmen. Der Handel mit proteinreichen Milcherzeugnissen stand unter einer zuletzt lebhaften Absatzsituation, wenn gleich die Preisentwicklung auf dem erhöhten Niveau an Dynamik verloren hatte.  

Ökologisch/biologische Milchpreise: wenig Veränderungen 
Zu Beginn der zweiten Jahreshälfte zeigten die Milchauszahlungspreise für Biomilch wenig Veränderungen. Nach Erhebungen vom VMB wurde im Juli ein durchschnittlicher Biomilchpreis von 65,2 Cent/kg (bei 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto ab Hof) in Bayern ausbezahlt, was einen moderaten Rückgang von 0,1 Cent/kg zum letzten Monat bedeutet. Im letzten Jahr wurden im Juli noch Biomilchpreise im Mittel von 66,8 Cent/kg erlöst. Das Aufkommen an Biomilch hat sich wie bereits in den Monaten zuvor deutlich über dem Vorjahresniveau bewegt und zeigte auch weiterhin keine merkliche Trendwende. Die Folgen der Trockenheit und eine geringere Grundfutterversorgung insbesondere der eingeschränkte bzw. ausbleibenden Aufwuchs auf Weideflächen dürften sich zunehmend dämpfend auf das Milchaufkommen auswirken.
Der Absatz mit Milchfrischeprodukten verlief für die Sommersaison sehr rege, vor allem die Vermarktung über Handelsmarken nahm dem Vernehmen nach ein umfangreiches Absatzpotenzial ein. 

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