Milchpreis Bayern Juni 2026

Konventioneller Milchpreis (oGT): moderate Preisbefestigung
Bei der Vermarktung von Milcherzeugnissen hatte sich im Juni die vor allem dynamische Preisentwicklung im Bereich der Eiweißverwertung etwas beruhigt. Die Erlöse für Magermilchpulver, sowohl in Lebensmittelqualität als auch in Futtermittelqualität tendierten bei einem zwischenzeitlich geringeren Bedarf auf erhöhtem Niveau schwächer. Die Verkaufspreise für Molkenpulver sorgten bei einem außergewöhnlich hohen Niveau für Stabilität. Bei der Verwertung über abgepackte Butter setzten die Großhandelsabgabepreise die Seitwärtsbewegung vom Mai fort, während Blockbutter bei verhaltenem Kaufinteresse etwas schwächer bewertet wurde. Der rege Absatz in der Käsevermarktung hat weiterhin umfangreiche Mengen an Rohmilch gebunden und kaum einen Aufbau von Lagerbeständen zugelassen. Ende Juni stand die Milchanlieferung in Deutschland unter dem Einfluss einer extremen Hitzewelle, was das Milchaufkommen merklich einbrechen lies und zum Monatswechsel den Vorsprung zur Vorjahreslinie auf 1,4 % reduzierte. Am Rohstoffmarkt reagierten die Spotkurse für Rohmilch mit steigenden Preisen, und die Marke von 40 Cent wurde erstmals seit Ende September 2025 wieder übertroffen. Wie beständig die Entwicklung sein wird, dürfte sich im weiteren Verlauf des Julis zeigen. Die aktuellen Milchpreise haben in Bayern im Juni eine überwiegend stabile Entwicklung genommen und konnten sich gebietsweise etwas festigen. Der Verband der Milcherzeuger (VMB) ermittelte für Bayern eine durchschnittliche Auszahlungsleistung von 39,7 Cent/kg (bei 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto ab Hof bei Haltungsstufe 2, falls ausgewiesen) ein moderates Plus von 0,1 Cent gegenüber dem Vormonat. Das Vorjahresniveau wurde weiterhin um gut 14 Cent/kg Milch verfehlt. Vor allem in Nordbayern konnten sich die Milchauszahlungspreise etwas erholen und legten im Mittel um 0,5 Cent auf 39,8 Cent/kg gegenüber dem Mai zu. In Schwaben wurden durchschnittlich 39,6 Cent/kg (+0,1 Cent) ausbezahlt, währenddessen es im Gebiet Nieder-/Oberbayern zu einer leichten Korrektur auf 39,8 Cent/kg (-0,2 Cent) kam.

Ökologisch/biologische Milchpreise: behauptete Preise im Juni
Die Auszahlungsleistungen für Biomilch entwickelten sich in Bayern zur Jahresmitte innerhalb der einzelnen Molkereien etwas uneinheitlich. Die Biomilchpreise hatten im bisherigen Jahresverlauf von Monat zu Monat leichte Preisrücknahmen hinnehmen müssen. Zu Monatsmitte überwogen nun stabil bis feste Auszahlungspreise. Im bayerischen Mittel konnten sich nach Auswertungen vom VMB die Biomilchpreise bei 65,3 Cent/kg (bei 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto ab Hof) behaupten, ein leichter Zuwachs von 0,2 Cent/kg gegenüber Mai. Das Ergebnis vom Juni 2025 wurde nicht erreicht und bewegte sich 1,0 Cent darunter. Das Milchaufkommen aus ökologischer/biologischer Erzeugung lag deutschlandweit weiterhin deutlich über dem Vorjahr – bis Mai ein Plus von 7,3 %. Dabei stellt sich die höhere Rohstoffverfügbarkeit für die Biomilch verarbeitenden Molkereien in Abhängigkeit ihres Produktsortiments und Vermarktung (Markenartikel/Handelsmarken) teilweise unterschiedlich dar, was für zusätzlichen Mengenbedarf oder Überhang führte. Der Hype um proteinreiche Milchprodukte wie Skyr, Quark und Milchgetränke schlägt sich auch im Biomilchsektor nieder. Der Zenit der Jahresmilchanlieferung dürfte durchschritten sein. Wie deutlich die Saisonalität in der zweiten Jahreshälfte zum Tragen kommt bleibt abzuwarten.

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